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▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin - Europäische Geschichte des 19. Jahrhunderts

Merle Zeigerer, StEx

Name
Merle Zeigerer StEx
E-Mail
mzeigerer (at) gshdl.uni-kiel.de

Vita

seit 2013

Freie Dozentin und Pressereferentin bei der Provinzial Nord Brandkasse AG, Kiel

2010-2013

Stipendiatin der Graduiertenschule „Human Development in Landscapes“ an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

2009

Pressereferentin an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

2007-2009 

Volontariat zur PR-Redakteurin bei der Provinzial Nord Brandkasse AG, Kiel

2006-2007

Lehrerin in Ausbildung am Theodor-Storm Gymnasium, Husum

1996-2005

Studium Geschichte/ Deutsch und Sport auf Lehramt Gymnasium an den Universitäten in Kiel, Wien/ Österreich und Galway/ Irland

Forschungsprojekt

Die Bedeutung von Kriegsberichterstattern in den deutschen Kolonialkriegen in China und Afrika und ihre Wahrnehmung von Gewalt.

Sie waren Pioniere, sie waren Wenige und sie wollten die Wahrheit verkünden. Kriegsberichterstatter bildeten die erste Gruppe, die mit einem professionellen Verständnis von Nachrichtenübermittlung aus den kolonialen Kriegsgebieten berichteten. Von den auflagenstärksten deutschen Zeitungen entsandt, übermittelten sie einem Massenpublikum Bilder aus den Kolonien. Schnell, wahrheitsgetreu und unabhängig von amtlichen Stellen – so zumindest versprachen die Zeitungen.

Im Zentrum der Studie steht die Frage nach der Bedeutung und den Funktionen dieser bislang unerforschten Gruppe von Augenzeugen, die als neue Akteure in politische Aushandlungsprozesse mit Politik und Militär traten. Mithilfe der Untersuchung der Wahrnehmung und Darstellung von Gewalt sollen die Kriegsberichterstatter als transnationale Medienakteure erfasst und ihre Rollen als Übermittler kolonialer Gewaltbilder analysiert werden. Dazu werden der Boxerkrieg in China (1900/1901), der Herero- und Namakrieg in Deutsch-Südwestafrika (1904-1907) sowie der Maji-Maji-Krieg in Deutsch-Ostafrika (1905-1908) vergleichend als Faktoren einer grenzüberschreitenden Kommunikation und Wissensbildung betrachtet.

Damit widmet sich die Studie zwei großen Themenbereichen: Zum einen geht es um die Personen der Kriegsberichterstatter im Kontext als Produzenten der Texte, die Sinnstiftungsangebote für ein Millionenpublikum im Deutschen Reich machten. Zum anderen geht es um die Untersuchung ihrer Texte als mediale Produkte mit einem Fokus auf die darin enthaltenen Gewaltformen und Deutungsmuster.