Humboldt-Universität zu Berlin - Europäische Geschichte des 19. Jahrhunderts

Teresa Schenk, M. A.

Name
Teresa Schenk M. A.
E-Mail
teresa.schenk (at) hu-berlin.de
 
Akademischer Lebenslauf 

 

Seit 10/2026: Wissenschaftliche Mitarbeiterin, DFG-Einzelprojekt "Die Natur der Frau. Eine Gendergeschichte der Naturheilkunde im Deutschen Kaiserreich"
10/2025 - 09/2026: Elsa-Neumann-Stipendium des Landes Berlin
09/2024 - 08/2025: Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Lehrstuhl für Europäische Geschichte des 19. Jahrhunderts (Elternzeit-Vertretung)
05/2023 - 08/2023: Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Lehrstuhl für Europäische Geschichte des 19. Jahrhunderts (Elternzeit-Vertretung)
Bis 05/2023: Masterstudium Geschichtswissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin
02/2022 - 08/2022: ERASMUS-Auslandssemester an der Utrecht University (Niederlande) 
02/2019 - 05/2019: PROMOS-Stipendium zur Anfertigung der Bachelorarbeit in Edinburgh (Schottland) 
10/2014 - 09/2019: Bachelorstudium Kulturwissenschaften und Philosophie, Leuphana Universität Lüneburg 

 

 

 


 

Dissertationsvorhaben: "Die Natur der Frau. Eine Gendergeschichte der Naturheilkunde im Deutschen Kaiserreich" (DFG-gefördert)

 

Das Projekt untersucht die zentrale und vielschichtige Rolle, welche Frauen in der Naturheilbewegung im Kaiserreich zukam. Die Naturheilkunde war sowohl die umfangreichste Strömung der Lebensreform als auch die größte medizinkritische Bewegung des Kaiserreichs. Frauen waren erstens eine wichtige Zielgruppe von naturheilkundlichen Zeitschriften, populären Vorträgen und millionenfach verkauften Ratgebern. Sie praktizierten zweitens als Ärztinnen und Laienheilerinnen und unterstützen drittens die Naturheilkunde als Vereinsmitglieder und Multiplikatorinnen. Unter Berücksichtigung von sozial-, medizin-, körper- sowie religions- und emotionsgeschichtlichen Perspektiven werden folgende Aspekte untersucht: das von der Naturheilkunde (im Kontrast zur akademischen Medizin) popularisierte Wissen über den weiblichen Körper, die soziale Herkunft der an der Naturheilkunde interessierten Frauen, ihre spezifischen Praktiken und Diskurse, die Entwicklung ihrer lokalen, regionalen und internationalen Aktionsräume, die Rolle von Emotionen und quasi-religiösen Heilsversprechungen. Dabei soll den emanzipatorischen Dimensionen ebenso nachgegangen werden wie den rassistisch-eugenischen Implikationen. Ohne eine Auseinandersetzung mit der Rolle von Frauen in der Naturheilkunde des Kaiserreichs lässt sich - so die These der Arbeit - der breite Erfolg der Naturheilkunde jedenfalls nicht erklären. Der regionale Fokus der Untersuchung liegt auf Sachsen, Berlin und Brandenburg. Zugleich werden die internationalen Netzwerke in die Analyse mit einbezogen, um die Reichweite dieser Akteurinnen zu ermessen. Schließlich beeinflusste die deutsche Naturheilkunde die Entwicklung der Alternativmedizin im Ausland erheblich. Das Projekt zielt nicht nur auf neue Erkenntnisse zur Geschichte der Naturheilkunde, sondern verspricht darüber hinaus neue Einsichten in die in den letzten Jahren wieder viel diskutierten Ambivalenzen des Deutschen Kaiserreichs.

 

 


 

 

Lehrveranstaltungen

 

SoSe 2025: Geschichte der Naturheilkunde im Kaiserreich

SoSe 2025: Die Berliner Friedrichstraße in historischen Ansichtskarten: Ein stadtgeschichtlicher Spaziergang 

WiSe 2024/25: Kreuzberger Ansichten vor 1945. Praxiskurs Paläografie (Kooperation mit dem FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum)

SoSe 2023: Sexualreform(en) im späten 19. und 20. Jahrhundert, gemeinsam mit Dr. Alina Potempa 

 

 


 
Vortragstätigkeit

 

08/2026: Morgentauspaziergang und Frauengemeinschaft. Schreiben über Naturheilanstalten um 1900, Workshop "Heilung und Inspiration. Literarische Heilorte von Autorinnen seit 1800", Vienna Doctoral School PhilKult, Universität Wien.

06/2026: 31st Transatlantic Doctoral Seminar in German History, GHI Washington, UC Berkeley. 

11/2025: Kurpfuscherei und Unsittlichkeit. Die Naturheilkunde als 'zwielichtige' Branche im Kaiserreich?, Tagung „Murky Business – Branchen im Zwielicht: Legitimität & Image prekärer (Klein-)unternehmen seit dem 19. Jahrhundert“, Arbeitskreis für Kritische Unternehmens- und Industriegeschichte e.V., Georg-August-Universität Göttingen.

05/2025: "Mit Frauenvorträgen ist der Hebel an der richtigen Stelle angesetzt": Naturheilbewegung und Geschlecht in Deutschland und der Schweiz (1880–1914), Kolloquium am Lehrstuhl für Europ. Geschichte des 20. Jahrhunderts, HU Berlin. 

01/2025: Gedanken zum Promotionsbeginn, Forschungstag des Instituts für Geschichtswissenschaften. 

12/2024: "Zurück zur Natur!" - Eine Geschlechtergeschichte der Naturheilkunde im Kaiserreich, Kolloquium am Lehrstuhl für Europ. Geschichte des 19. Jahrhunderts, HU Berlin. 

04/2024: Eine Geschlechtergeschichte der Naturheilkunde im Kaiserreich, AG Geschlechtergeschichte, IfG, HU Berlin.

04/2024: Gender, Wissen und Naturverehrung. Zur Bedeutung von 'Frauenleiden' und Sexualaufklärung in der Naturheilkunde (1880-1914), Fortbildungsseminar "Marginalisierung und Medizin in historischer Perspektive", Institut für Geschichte der Medizin der Robert-Bosch-Stiftung, Stuttgart. 

06/2023: 'Mutter Natur' und 'Vater Bilz'. Zum populärsten Naturheilkunde-Ratgeber der Jahrhundertwende, Blockkolloquium des Lehrstuhls für Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts und der Professur für brandenburgisch-preußische Geschichte, Universität Potsdam.

10/2022: Galewskys Schreckenskammer – Die Darstellung von Geschlechtskrankheiten auf der Ersten Internationalen Hygiene-Ausstellung 1911 in Dresden, Vernetzungstreffen Sexualitätsgeschichte, f.a.q. Infoladen Neukölln. 

 


 
Aktuelle Publikationen

 

 

 

Mitgliedschaften 

 

  • Mitbegründerin und Mitglied im Initiativteam, Promovierenden-Netzwerk des Instituts für Geschichtswissenschaften
  • Beisitzerin im Vorstand, Förderverein des Instituts für Geschichtswissenschaften
  • Fachverband Medizingeschichte
  • Arbeitskreis Historische Frauen- und Geschlechter­forschung e.V. (AKHFG)
  • Kulturwissenschaftliche Gesellschaft (KWG)