Humboldt-Universität zu Berlin - Südosteuropäische Geschichte

Aktuelles

 

GlobeColloquium: Handbuch zur Geschichte Südosteuropas

Podiumsdiskussion, 07.08.2026, 17.15 Uhr, Leipzig und online

Im Rahmen des GlobeColloquiums der Universität Leipzig wird am 7. August 2026 der dritte Band des Handbuchs zur Geschichte Südosteuropas vorgestellt und diskutiert. Der Band Staatlichkeit und Politik in Südosteuropa nach 1800, herausgegeben von Konrad Clewing und Hannes Grandits, ist 2025 bei De Gruyter Oldenbourg erschienen. Im Gespräch geht es um eine Region, in der sich mit ihren Kulturräumen, Imperien und Religionen auf engem Raum europäische Geschichte gleichsam im Kleinen spiegelt, sowie um die Herausforderungen eines solchen Handbuchprojekts.

Von unserer Professur nimmt Hannes Grandits an der Runde teil, gemeinsam mit Konrad Clewing und Edvin Pezo (beide Regensburg). Die Veranstaltung findet um 17.15 Uhr in der Strohsackpassage, Nikolaistraße 6-10, Raum 5.55 statt und kann zudem online über Zoom verfolgt werden.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 


Neuerscheinungen in der Reihe Balkanologische Veröffentlichungen

In der Reihe Balkanologische Veröffentlichungen sind zwei neue Bände erschienen:

Thomas Sebastian Porena legt mit Displaced and reframed. Die Rückkehr der jugoslawischen DPs zum Ende des Zweiten Weltkrieges (Band 74) eine Studie zur Rückkehr von rund 400.000 jugoslawischen Displaced Persons nach dem Zweiten Weltkrieg vor. Auf Grundlage bislang wenig genutzter Archivbestände aus Belgrad, Slowenien, Kroatien sowie der UN und des ITS untersucht die Arbeit das Verhältnis zwischen den Rückkehrenden und dem jugoslawischen Staat und beleuchtet die Stellung der Befreiten in den Anfängen des sozialistischen Jugoslawien. Weitere Informationen finden Sie hier.

Sanela Schmid und Christian Schölzel untersuchen in Der Raub jüdischen Eigentums in Jugoslawien 1941-1945. Eine vergleichende Analyse des deutschbesetzten Serbiens und des Unabhängigen Staates Kroatien (Band 73) die Enteignung jüdischen Eigentums im deutschbesetzten Serbien und im Unabhängigen Staat Kroatien. Weitere Informationen finden Sie hier.

 


Summer School European Master Program 2026 in Oslo

Sommerschule, 08.–12.06.2026, Oslo

Vom 8. bis 12. Juni 2026 war die Universität Oslo Gastgeberin der diesjährigen Sommerschule des European History Masterprogramm, an dem unsere Professur als Partneruniversität mitwirkt. Im Mittelpunkt standen aktuelle Forschungsfragen aus verschiedenen Feldern der europäischen Geschichte, von der Erinnerungspolitik über die Diplomatie- und Wirtschaftsgeschichte bis zu internationalen Verflechtungen. Exkursionen ins Stadtarchiv Oslo und ins Nasjonalmuseet verbanden die wissenschaftliche Arbeit mit der Geschichte der Gastgeberstadt und boten den internationalen Studierenden viel Raum für Begegnung und Diskussion.

Das vollständige Programm finden Sie hier.

 

 

 


History Fest 2026

Konferenz, 02.–06.06.2026, Sarajevo

Das History Fest in Sarajevo feierte in diesem Jahr ein Jubiläum und fand vom 2. bis 6. Juni 2026 bereits zum zehnten Mal statt. Die Jubiläumsausgabe war dem Vergleich der Entwicklung von Nachkriegsgesellschaften in Südosteuropa gewidmet, also der Frage, wie sich diese Gesellschaften nach dem Zweiten Weltkrieg und nach den Kriegen der 1990er Jahre verändert haben. In Panels, Vorträgen, Buchpräsentationen, Ausstellungen und einer Doktorandenwerkstatt diskutierten rund einhundert Wissenschaftler:innen aus Südost- und Ostmitteleuropa, Westeuropa und den USA über Ideologie und Politik, Wirtschaft, Urbanisierung, die Rolle religiöser Gemeinschaften sowie die Stellung der Frau in diesen Gesellschaften.

Einblicke in das Programm

Den Abschluss bildete ein Panel zum Sammelband The New Bosnian Mosaic: Identities, Memories and Moral Claims in a Post-War Society, das dessen Befunde zwanzig Jahre nach dem Erscheinen mit den Entwicklungen der Folgejahre zusammenführte. Von unserer Professur nahmen Hannes Grandits als Vortragender und Ruža Fotiadis als Moderatorin daran teil, gemeinsam mit Xavier Bougarel und Elissa Helms.

Auch darüber hinaus war unsere Professur breit vertreten. Kristóf Gosztonyi hielt den Vortrag The evolving strategy of Dayton implementation. From Carl Bildt to Paddy Ashdown, und in den Doktorandenwerkstätten stellten Baillie Bell und George Loftus ihre Forschungsprojekte vor.

Einen Bericht über die Veranstaltung finden Sie hier.

 


First China-Balkan Cultural Exchange Forum

Konferenz, 23.–24.05.2026, Peking

Am 23. und 24. Mai 2026 fand an der Capital Normal University in Peking das First China–Balkan Cultural Exchange Forum statt. Das Forum brachte Wissenschaftler:innen aus China und den Balkanländern zusammen und widmete sich in mehreren Parallelsektionen dem kulturellen Austausch sowie der Geschichte und Gegenwart der Beziehungen zwischen China und Südosteuropa.

Von unserer Professur war Ruža Fotiadis vertreten. In der Sektion The Present and Future of Balkan Studies hielt sie den Vortrag Topics and Trends within the Field of Southeast European History: A Perspective from Berlin und brachte damit die Berliner Perspektive auf die südosteuropäische Geschichte in die Diskussion über den Stand und die Zukunft der Balkanstudien ein.

Das vollständige Programm finden Sie hier.

 

 



New Research in European and Irish History: Early Career Scholars' Conference

Konferenz, 08.05.2026, Maynooth University (Irland)

Am 8. Mai 2026 fand an der Maynooth University die Tagung New Research in European and Irish History statt. Sie war ein gemeinsames Projekt unserer Professur mit dem Centre for British Studies der Humboldt-Universität zu Berlin, dem Department of History und dem Department of War Studies des King's College London sowie dem Department of History der Maynooth University. In vier Panels stellten Promovierende und Nachwuchswissenschaftler:innen aus Berlin, London und Maynooth ihre laufenden Projekte vor. Die Themen reichten von der Geschichte des Bosnienkriegs über den Holocaust in Südosteuropa bis zur britischen und irischen Gesellschaftsgeschichte.

Von unserer Professur waren Baillie Bell mit dem Vortrag The Women of the Bosnian War: Disrupting Dominant Narratives of Violence und Julian Sandhagen mit The Pope and the Partisans: The Holy See and Yugoslavia, 1945–1952 vertreten. Hannes Grandits moderierte das erste Panel zur Gewaltgeschichte des jugoslawischen Zerfalls.

 



Neuerscheinung: From Zagreb to Palestine. Yugoslav Zionist Aid Networks for European Jews, 1933-1941

Das neue Buch von Marija Vulesica ist erschienen: From Zagreb to Palestine. Yugoslav Zionist Aid Networks for European Jews, 1933–1941. Die Studie untersucht auf Grundlage umfangreicher Archivquellen die jüdischen zionistischen Hilfsnetzwerke im Königreich Jugoslawien und ihre Rolle bei der Unterstützung jüdischer Flüchtlinge aus Mitteleuropa in den Jahren 1933 bis 1941. Der Band leistet einen Beitrag zur Geschichte jüdischer Selbsthilfe, transnationaler Netzwerke und zur Holocaust- und Südosteuropaforschung.

Weitere Informationen finden Sie auf der Verlagsseite: Walter de Gruyter Oldenbourg

 


Ringvorlesung: Interventionismus in Europa. Militärisches und humanitäres Eingreifen seit 1945

Sommersemester 2026, dienstags ab 18 Uhr c.t., UdL6, Raum 1072

Das Berliner Kolleg Kalter Krieg lädt im Sommersemester 2026 zu einer Ringvorlesung über Formen militärischen und humanitären Eingreifens in Europa seit 1945 ein. Die Veranstaltungsreihe ist ein gemeinsames Projekt des Instituts für Zeitgeschichte München–Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. In sieben Vorträgen beleuchten Forscherinnen und Forscher aus unterschiedlichen Perspektiven die Geschichte von Interventionen im Kalten Krieg und in der Nachkriegsordnung nach 1989.

Von unserer Professur sind Hannes Grandits mit einem Vortrag zu den Jugoslawienkriegen (16.6.2026) und Kristóf Gosztonyi mit einem Vortrag zum Kosovo-Krieg im Lichte der bosnischen Interventionserfahrungen (30.6.2026) vertreten.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen finden Sie unter www.berlinerkolleg.com.