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Humboldt-Universität zu Berlin - Südosteuropäische Geschichte

Wintersemester 2020/2021

Forschungskolloquium: "Themen neuester Forschungen zu Südost- und Mitteleuropa" - Wintersemester 2020/2021

Das Programm dieses NachwuchsforscherInnen-Kolloquiums, in dem neue Forschungsthemen und -fragen zur Geschichte und Historischen Anthropologie Südosteuropas vorgestellt sowie anhand von ausgewählter Literatur aktuelle theoretische und methodische Probleme des Fachs reflektiert werden, finden Sie hier.

Interessierte melden sich bitte bei Janis Nalbadidacis unter janis.nalbadidacis@hu-berlin.de an, um weitere Informationen zum digitalen Programmablauf zu erhalten.

 

Von November 2020 an ist Prof. Dr. Dejan Djokić für zwei Jahre als Gastprofessor am Lehrstuhl für Südosteuropäische Geschichte assoziiert. Herr Djokić ist Professor für Neueste Geschichte am Goldsmiths, University of London. Er hat umfassend zur jugoslawischen Geschichte des 20. Jahrhunderts gearbeitet, seine Monographien Elusive Compromise (2007) und Pašić and Trumbić (2010) wurden international rezipiert und von der Kritik in höchsten Tönen gelobt. Zudem ist er Mitbegründer des renommierten Seminars Rethinking Modern Europe an der University of London. Nach einer mehrjährigen Förderung als British Academy Mid-Career Fellow, wird er gegenwärtig durch den Leverhulme Trust gefördert. Zurzeit arbeitet er an einer Studie über die letzte Generation der Soldaten der jugoslawischen Volksarmee. Er kombiniert darin Ansätze der Autoethnographie/Autobiographie, der kollektiven Biographie sowie der Oral History. Demnächst erscheint zudem seine Monographie zu Serbien seit dem Mittelalter, die in der Reihe/Concise Histories/ bei Cambridge University Press publiziert wird. Weiterführende Informationen zu Herrn Djokić und seiner Forschung finden Sie unter folgendem Link.

 

 

 

Veranstaltungen der HU im Rahmen der Berlin Science Week 2020:

  • Podiumsdiskussion: "Srebrenica in Berlin. Junge Berliner*innen aus Bosnien oder wie aus Traumata Forschungsthemen werden können", Die. 03.11.20, 14 Uhr

Von den über zwei Millionen displaced persons im Bosnienkrieg sind ca. 350.000 als Flüchtlinge nach Deutschland und hiervon knapp 30.000 nach Berlin gekommen und mussten jahrelang mit dem Status der „Duldung“ leben. Die Diskussionsrunde mit Betroffenen, die heute südosteuroparelevante Fächer an der HU Berlin im Bachelor, Master oder im Doktorat studieren, soll den Bosnienkrieg individualisieren, lokalisieren und hier in Berlin rekonstruierbar machen: Wie sind die jungen Menschen geprägt durch die Traumata ihrer Großeltern und Eltern, wie ist ihre Integration in die deutsche Gesellschaft verlaufen?

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  • Vortrag: Dr. Sabina Ferhadbegović: „Transitional Justice in Bosnien-Herzegowina und die Genoziddebatte um Srebrenica“ und anschließender Expert*innentalk: Srebrenica: Interdisziplinäre Perspektiven der Aufarbeitung 25 Jahre danach, Die. 03.11.20, 18.15 Uhr      

Die beginnende Keynote Lecture von Dr. Sabina Ferhadbegović, die als Kind aus der ostbosnischen Stadt Foča fliehen musste, widmet sich dem Thema „‘Tragödie‘ oder Genozid? Über Wahrheit und Gerechtigkeit nach Srebrenica“. Ihr Vortrag fokussiert die sog. „Transitional Justice“, die nach gewaltsamen Konflikten einen Bruch und eine offene Auseinandersetzung mit der Vergangenheit fordert, um Postkonfliktgesellschaften nachhaltig zu befrieden. 25 Jahre nach dem Genozid an den Bosniaken in Srebrenica sind die juristische und die narrative Aufarbeitung von Kriegsverbrechen weiterhin stark mit Konflikten belastet. Was sind die Ursachen für den konfrontativen Umgang mit Vergangenheit in Bosnien-Herzegowina und in der Region? Welche Bedeutung kommt dabei dem Recht zu? Welche Wirkung hat ein ausländisches Gericht wie der ICTY in Den Haag, wenn es in den Balkanländern selbst als parteiisch und als zusätzlicher Beleg für die Opferrolle der eigenen Gruppe angesehen wird? Und welche Rolle spielt die Wissenschaft bei der Aufarbeitung von Konflikten?

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Filmvorführung des Dokumentarfilms "Srbenka" (Kroatien 2018) mit anschließendem Gespräch (u.a. mit Carolin Leutloff-Grandits), Fr. 30.10.20, Kino Brotfabrik, Caligariplatz 1, 18 Uhr 

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