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Humboldt-Universität zu Berlin - Neueste und Zeitgeschichte

 

Ringvorlesung »1989 – (K)EINE ZÄSUR?«

 

Lehrstuhl für Neueste und Zeitgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin | Stiftung Berliner Mauer | Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
In Kooperation mit: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
28. Oktober 2019 bis 12. Februar 2020
Mittwoch 18:00 bis 20:00 (außer 28.10.2019: Montag 18:00 bis 20:00)
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur | Stiftung Berliner Mauer | Humboldt-Universität zu Berlin

 

Vor 30 Jahren wurden die kommunistischen Diktaturen in Mittel- und Osteuropa überwunden. Seitdem steht die Chiffre »1989« für das Wunder der friedlichen Revolution und das Versprechen demokratischer Freiheiten. Tatsächlich hat der revolutionäre Aufbruch zwar umfassende politische und gesellschaftliche Umwälzungen bewirkt. Doch langfristig wurden damit in den Ländern des ehemaligen »Ostblocks« auch Entwicklungen angestoßen und Bewegungen mobilisiert, die die Werte und erkämpften Rechte von damals heute wieder in Frage stellen. Dabei schrecken ihre Vertreter nicht davor zurück, für ihre Anliegen auch mit einstigem Revolutions-Vokabular zu werben.

Das Jubiläum bietet die Chance einer doppelten Neuvermessung. Die Ringvorlesung diskutiert erstens »1989« als Teil einer »langen Wende« von der geteilten Welt zum geeinten Europa und zweitens als Referenzpunkt gesellschaftlicher Krisenentwicklungen der Gegenwart. Damit eröffnet die Vortragsreihe neue Perspektiven auf das »Erbe von 1989« und eine Standortbestimmung sowohl der Berliner Republik als auch des heutigen
Europas.

Programm

 


 

Alle Termine der Reihe:

 

Mo | 28.10.2019 | Bundesstiftung Aufarbeitung

MARTIN SABROW (Berlin/Potsdam)

Mythos »1989«

 

Mi | 06.11.2019 | Stiftung Berliner Mauer

MATTHIAS WARSTAT (Berlin)

Revolution auf der Bühne? Die Berliner Theaterlandschaft und der Systemwechsel

 

Mi | 13.11.2019 | Humboldt-Universität

DIETER SEGERT (Wien)

Politische Kultur im Wandel? Der Populismus in Ostmitteleuropa und seine Vorgeschichte

 

Mi | 20.11.2019 | Bundesstiftung Aufarbeitung

DETLEF POLLACK (Münster)

Renaissance des Religiösen? Der (Wieder-)Aufstieg der Kirchen in Mittel- und Osteuropa

 

Mi | 27.11.2019 | Stiftung Berliner Mauer

KERSTIN BRÜCKWEH/ANJA SCHRÖTER
(Erfurt/Berlin)

Recht und Gerechtigkeit: Scheidungskulturen und Eigentumsverhältnisse im Umbruch

 

Mi | 04.12.2019 | Humboldt-Universität

HANNES GRANDITS (Berlin)

Institutionelle (Reform)-Blockaden und der Zerfall der jugoslawischen Staatsidee: Die Jahre vor und nach 1989

 

Mi | 11.12.2019 | Bundesstiftung Aufarbeitung

JAN C. BEHRENDS (Potsdam)

Der stille Putsch: Konturen der russischen Gegenrevolution seit den 1990er Jahren

 

Mi | 18.12.2019 | Stiftung Berliner Mauer

ANDRÉ STEINER/ALEXANDER NÜTZENADEL/ANDREAS ECKERT (Potsdam/Berlin/Berlin)

Von der bipolaren zur globalisierten Welt: Das Ende des Staatssozialismus und die »neue Unübersichtlichkeit« internationaler Ökonomie

 

Mi | 08.01.2020 | Humboldt-Universität

JENS GIESEKE (Potsdam)

Die ostdeutsche Volksmeinung: Wie demokratisch war die DDR-Bevölkerung?

 

Mi | 15.01.2020 | Bundesstiftung Aufarbeitung

DOROTHEE WIERLING/ANNETTE LEO (Hamburg/Berlin)

Familienumbrüche: Die »lange Wende« als
Generationenkonflikt

 

Mi | 22.01.2020 | Stiftung Berliner Mauer

MANDY TRÖGER/PETER ULRICH WEISS
(München/Potsdam)

Mediales Erbe: Das Nachleben der DDR in Presse und Fernsehen

 

Mi | 29.01.2020 | Humboldt-Universität

PETER BRANDT (Hagen)

Sozialismus am Ende? Metamorphosen der deutschen Linken nach 1989

 

Mi | 05.02.2020 | Bundesstiftung Aufarbeitung

NENAD STEFANOV (Berlin)

Zwischen Ethnos und Demos: Territorialität, kulturelle Grenzen und politische Zugehörigkeit in Ostmittelund
Südosteuropa seit 1989

 

Mi | 12.02.2020 | Stiftung Berliner Mauer

ANNA KAMINSKY/CHRISTINA MORINA/GERHARD SÄLTER (Berlin/ Bielefeld/Berlin)
Aufarbeitung und Wissenschaft zwischen Kooperation und Konflikt