Humboldt-Universität zu Berlin - Geschichte Westeuropas und transatl. Beziehungen

Dr. Jan-Henrik Friedrichs

Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Postdoc) im Projekt „Der Radikalenerlass in West-Berlin: Entstehung – Wirkung – Folgen“ (Leitung: Prof. G. Metzler, Prof. P. Nolte, Prof. M. Sabrow), 01/2024-12/2025.
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Name
Dr. Jan-Henrik Friedrichs
Status
wiss. Mitarb.
E-Mail
jan-henrik.friedrichs (at) hu-berlin.de

Forschungsschwerpunkte

  • Kulturgeschichte Westeuropas der 1970er und 1980er Jahre
  • Gender-, Körper- und Sexualitätsgeschichte
  • Jugend- und soziale Bewegungen seit 1968
  • Diskurs-, Macht- und Dispositivanalyse
  • Urbaner Raum
  • Drogenkonsum und -politiken
  • Erinnerungskulturen

 

Wissenschaftlicher Werdegang

  • Archiv- und Sammlungsleiter [Vertretungsstelle], Schwules Museum* Berlin (2022-2023).
  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Postdoc), Leitung des DFG-Forschungsprojektes „Die streitende Demokratie. Auswirkungen des ‚Radikalenerlasses‘ auf Gesellschaft und Subjekte am Beispiel der Institution Schule, 1967-1989“, Universität Hildesheim (11/2019 – 10/2022).
  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Postdoc) im Forschungsprojekt „Zwischen der Enttabuisierung kindlicher Sexualität und der Entgrenzung von kindlicher und erwachsener Sexualität. Zur Rekonstruktion des Zusammenhangs von sexueller Liberalisierung, liberalisierter Erziehung, Pädophiliebewegung, Erziehungs- und Sozialwissenschaften der 1960er -1990er Jahre”, Universität Hildesheim (Leitung: Meike Sophia Baader; 2015–2019).
  • Redakteur und Mitherausgeber der Zeitschrift WerkstattGeschichte (2016-2022).
  • Lehrbeauftragter für Gender und Queer Studies im Studiengang Soziale Arbeit an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin (2014-15).
  • Ausstellungsbegleiter für die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik am ehemaligen Grenzübergang Bahnhof Friedrichstraße („Tränenpalast”), Berlin (2011-14).
  • Promotionsstudium am History Department der University of British Columbia, Vancouver, Kanada (2006-2009). Anschließend Promotion zum Ph.D. in Geschichte mit einer diskurs- und raumtheoretischen Arbeit zu abweichender Jugendlichkeit (2009-2013). Titel der Dissertation: „Urban Spaces of Deviance and Rebellion: Youth, Squatted Houses, and the Heroin Scene in West Germany and Switzerland in the 1970s and 1980s”.
  • Studium der Geschichte und Germanistik an den Universitäten Bremen und Bilbao. Abschluss mit dem Magister Artium. Titel der Magisterarbeit: „' Gegner der Berufsverbote in die Bürgerschaft!' Die Auseinandersetzungen um den Radikalenerlass in den 1970er und 1980er Jahren in Bremen” (1997-2005).

 

Wissenschaftliche Publikationen

  • „‚Wir waren so wütend und hilflos.‘ Emotionsgeschichtliche Zugänge zu den Berufsverboten für linke Lehrkräfte in den 1970er Jahren“, WerkstattGeschichte, Nr. 88 (2023), S. 89-103.
  • „Sexuelle Befreiung oder sexuelle Bildung? Konzepte, Organisationen und Akteur*innen nach 1968 zwischen Pädophilie- und Missbrauchsdiskurs“, in: Julia Siemoneit, Karla Verlinden, Elke Kleinau (Hg.): Sexualität, sexuelle Bildung und Heterogenität im erziehungswissenschaftlichen Diskurs. Weinheim/Basel: Beltz Juventa, 2023, S. 32-53 (zusammen mit M. Baader).
  • „‚Hier begann der Angriff der Systemveränderer‘. Schulreform und Radikalenbeschluss in den frühen 1970er Jahren“, in: Edgar Wolfrum (Hg.): Verfassungsfeinde im Land? Der „Radikalenerlass“ von 1972 in der Geschichte Baden-Württembergs und der Bundesrepublik, Göttingen: Wallstein 2022, S. 562-596.
  • „Transnational Networks of Child Sexual Abuse and Consumerism: Edward Brongersma and the Pedophilia Debate of the 1970s and 1980s“, Journal of the History of Sexuality 31, Nr. 2 (2022), S. 169-191.
  • „Der Radikalenerlass von 1972 – Bildungsgeschichtliche Perspektiven”, Essay auf bildungsgeschichte.de (2022).
  • „Berufsverbote und Radikalenbeschluss. Perspektiven der und auf die Betroffenen”, Dossier der Rosa-Luxemburg-Stiftung zu 50 Jahren Radikalenerlass (2022).
  • „‚Verbrechen ohne Opfer‘? Die ‚Pädophiliedebatte‘ der 1970er Jahre in Sozialwissenschaft und Schwulenbewegung aus machttheoretischer Perspektive“, Jahrbuch Sexualitäten, (2021), S. 62-84.
  • „‚Was verstehen Sie unter Klassenkampf?‘ Wissensproduktion und Disziplinierung im Kontext des ‚Radikalenerlasses‘“, Sozial.Geschichte Online 24 (2019), S. 67-102.
  • „‚Freie Zärtlichkeit für Kinder‘. Gewalt, Fürsorgeerziehung und Pädophiliedebatte in der Bundesrepublik der 1970er Jahre“, Geschichte und Gesellschaft, Nr. 44 (2018), S. 554-585.
  • „Delinquenz, Geschlecht und die Grenzen des Sagbaren. Sexualwissenschaftliche Diskursstränge zur Pädophilie, 1960-1995“, Zeitschrift für Sexualforschung, Nr. 2 (2017), S. 161-182.
  • „Die Indianerkommune Nürnberg. Kinderrechte – Antipädagogik – Pädophilie”, in: Meike Sophia Baader, Christian Jansen, Julia König, Christin Sager (Hg.): Tabubruch und Entgrenzung. Kindheit und Sexualität nach 1968, Köln/Weimar: Böhlau, 2017, S. 251-282.
  • „Revolt or Transgression? Squatted Houses and Meeting Places of the Heroin Scene in Zurich and Berlin as Spaces of Transgressive Youth”, in: Knud Andresen, Bart van Steen (Hg.): A European Youth Revolt. European Perspectives on Youth Protest and Social Movements in the 1980s, Basingstoke/New York: Palgrave, 2016, S. 81-94.
  • „Mapping Kreuzberg – Karten als Quelle der Bewegungsgeschichte“, WerkstattGeschichte, Nr. 70 (2015), S. 89-102.
  •  „Freiräume? Geschlechterkonstruktionen und -konflikte in der westdeutschen Hausbesetzungsbewegung der 1980er Jahre“, in: Sonja Lehmann, Karina Müller-Wienbergen, Julia Elena Thiel (Hg.): Neue Muster, alte Maschen? Interdisziplinäre Perspektiven auf die Verschränkungen von Raum und Geschlecht, Bielefeld: transcript, 2015, S. 181-205.
  • „‚Hamburg voll bedröhnt.‘ Drogenkonsum und Drogenpolitik als Phänomene der städtischen Moderne“, in: 19 Tage Hamburg. Ereignisse und Entwicklungen der Stadtgeschichte seit den fünfziger Jahren, hrsg. von der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg, München/Hamburg: Dölling und Galitz, 2012, S. 295-308.
  • „Individualität und Revolte im neoliberalen Aufbruch. Annäherungen an eine Kultur- und Sozialgeschichte europäischer Protestbewegungen der 1980er Jahre“, in: „All We Ever Wanted...“ Eine Kulturgeschichte europäischer Protestbewegungen der 1980er Jahre, Berlin: Dietz, 2012, S. 13-35 (zusammen mit H. Balz).
  • „Milieus of Illegality. Representations of Guest Workers, Refugees, and Spaces of Migration in Der Spiegel, 1973-1983“, in: Christine Bischoff, Francesca Falk, Sylvia Kafehsy (Hg.), Images of Illegalized Immigration. Towards a Critical Iconology of Politics, Bielefeld: Transcript, 2010, S. 31-46.
  • Tagungsbericht „This Town Is Gonna Blow...“ European Protest Movements and Society in the 1980s, in: H-Soz-u-Kult, 06.07.2010.
  • „Massenunterkunft, Atombunker, Kunstobjekt. Bunkernutzungen im Nachkriegsdeutschland“, in: Inge Marszolek und Marc Buggeln (Hg.), Bunker. Kriegsort, Zuflucht, Erinnerungsraum, Frankfurt/ New York: Campus, 2008, S. 245-260.
  • „Herrschaft als soziale Praxis zwischen 'Radikalenerlass' und 'Deutschem Herbst' – Der Skandal um die Behandlung eines Fried-Gedichts im Bremer Schulunterricht 1977“, Arbeiterbewegung und Sozialgeschichte. Zeitschrift für die Regionalgeschichte Bremens im 19. und 20. Jahrhundert, Nr. 18 (2006), S. 58-80.
  • „‚Identitätsausrüstung unterm Hammer‘ – Die Bedeutung der ‚Arisierung‘ beweglichen Eigentums für den Begriff des (jüdischen) Gedächtnisortes“, Transversal. Zeitschrift für jüdische Studien, Nr. 2 (2005), S. 95-107 (zusammen mit S. Betscher).

 

Herausgeberschaft

 

Weitere Veröffentlichungen

 

Konferenzorganisation

  • „Ende der Utopien? Eine Neubetrachtung ‚gescheiterter‘ Bildungsreformen nach 1968“, Universität Hildesheim, 10/2022 (zusammen mit C. Seemann).
  • „Aktuelle Forschungen zu ‚Radikalenerlass‘ und ‚Berufsverboten‘ in der Bundesrepublik“, Institut für Didaktik der Demokratie an der Universität Hannover, 02/2020 (zusammen mit J. Stoklasa).
  • „Zur Geschichte der Pädosexualität und des sexuellen Missbrauchs forschen IV“, Workshop an der Universität Hildesheim, 07/2019 (zusammen mit M. Baader).
  • Methodenworkshop wissenschaftliches Arbeiten für Promovierende, Schwerpunkt Diskurs- und Dispositivanalyse, Universität Hildesheim, 1/2019.
  • „Zur Geschichte der Pädosexualität forschen III – Pädosexualität in der Öffentlichkeit: Aufklären – Aufarbeiten – public history“, Workshop am Schwulen Museum* Berlin, 10/2017.
  • „Zur Geschichte der Pädosexualität forschen II – Verhältnisse von Geschlecht und Sexualität(en)“, Workshop an der Universität Hildesheim, 02/2017.
  • „Post-Wall Berlin as Urban Palimpsest? Layers of memory and processes of memorialization in public urban spaces”, Workshop, Johns Hopkins University, History Department, 01/2017.
  • „Zur Geschichte der Pädosexualität forschen I – theoretische, method(olog)ische und ethische Fragestellungen“, Workshop an der Universität Hildesheim, 04/2016.
  • „Legalize It!? Geschichte und Gegenwart lokaler Drogenpolitiken”, Friedrichshain-Kreuzberg-Museum, Berlin, 05/2014.
  • „'This Town Is Gonna Blow...' European Protest Movements and Society in the 1980s“, Universität Bremen, 05/2010.

 

Lehre

  • “The Kids Are Alright”? Jugend zwischen Devianz und Selbstbestimmung seit 1945
  • Foucault lesen: von den Disziplinen zur Biomacht
  • Vom ‚pädagogischen Eros‘ zur Pädophiliebewegung – eine Forschungswerkstatt
  • Einführung in die Gender und Queer Studies
  • History of Europe, 1900-1950
  • World History to Oceanic Contact [Teaching Assistant]

 

Ausstellungen