Humboldt-Universität zu Berlin - Europäische Geschichte des Mittelalters. Schwerpunkt: Spätmittelalter

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Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Geschichtswissenschaften | Europäische Geschichte des Mittelalters. Schwerpunkt: Spätmittelalter | Aktuelles | Publikationen | Weltecke, Dorothea et al. - Damast – A Research System to Analyze Multi-Religious Constellations in the Islamicate World

Weltecke, Dorothea et al. - Damast – A Research System to Analyze Multi-Religious Constellations in the Islamicate World



Weltecke, Dorothea, Steffen Koch, Ralph Barczok, Max Franke, Florian Jäckel, and Bernd A. Vest:
Damast – A Research System to Analyze Multi-Religious Constellations in the Islamicate World


Damast provides an interactive visualization to gain new insights into the multi‑religious constellations of the Middle East from the 7th to the 14th century. More than 8300 pieces of evidence from different religious communities from more than 440 places have been examined and are now accessible as a geo-temporal multi-view research system.

During the Medieval centuries, Muslim-dominated societies tolerated specific groups of Non-Muslims (especially Jews and Christians). In the new world that slowly emerged after the Arab conquests, Muslims accepted these groups on the basis of the idea of a contract of surrender that offered military protection in exchange for loyalty and a lower status, the so-called dhimmi status. This social system provided the framework for pragmatic cooperation and for religious diversity in the Medieval Islamicate world, albeit on unequal terms. Thus, in the many cities of the Islamicate world, diverse Muslim strands as well as different churches of Eastern Christianity and Jewish traditions were living side by side. Together, these religious groups formed the intricate fabric of everyday life and culture resembling the tissue of damask that displays different dominant colors depending on the perspective of the viewer. Damask (in German Damast), thus, is a symbol of this shared world and is our symbol of this research system.

The diachronic and synchronic complexity of this fabric is still understudied. Basic knowledge about the exact distribution and even the very existence of religious groups in many places is still lacking. Also, there is no synthesis of the wealth of existing research data on communities, on historical change or on geographical places.

Damast is the first synthesis of pertinent and approved research data and offers the integrated analysis of different religious traditions and their coexistence. Thus, traditional historiographical methods of heuristics and qualitative source analysis are being enhanced by embedding them into a new approach with visual analytics. At the same time, Damast boosted methods of visual analytics and information visualization.

 

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Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Geschichtswissenschaften | Europäische Geschichte des Mittelalters. Schwerpunkt: Spätmittelalter | Aktuelles | Publikationen | Jäckel, Florian - „Wenn wir sagen, dass der Tropfen Mensch wird“ – Vorstellungen ungeborenen Lebens bei Bar ʿEbrāyā (1226–1286 n. Chr.) (Dissertation)

Jäckel, Florian - „Wenn wir sagen, dass der Tropfen Mensch wird“ – Vorstellungen ungeborenen Lebens bei Bar ʿEbrāyā (1226–1286 n. Chr.) (Dissertation)



Jäckel, Florian:
 „Wenn wir sagen, dass der Tropfen Mensch wird“ – Vorstellungen ungeborenen Lebens bei Bar ʿEbrāyā (1226–1286 n. Chr.); Baden-Baden: Ergon 2022.


Vorstellungen des Ungeborenen finden sich seit der Antike in medizinischen, philosophischen und theologischen Texten. Die bisherige Forschung untersucht Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser Vorstellungen in verschiedenen gelehrten und religiösen Kontexten, weist allerdings für die syrisch-christliche Literatur eine Leerstelle auf. Dieses Buch stellt einen grundlegenden Beitrag zum Schließen dieser Lücke und zur transkulturellen Philosophiegeschichte dar. Es untersucht mehrere wichtige Werke des bedeutenden Universalgelehrten Bar ʿEbrāyā und zeichnet dessen literarische Bearbeitung griechisch-philosophischer, christlicher und islamischer Vorlagen zu einer eigenständigen „embryologischen Synthese“ nach.

 

Open Access

 


Reihe: Recht, Ethik und Gesellschaft im Vorderen Orient | Law, Ethics and Society in the Middle East
Bandnummer: 2

Umfang/Format: 417 Seiten

Erscheinungsdatum: Juni 2022

ISBN: 978-3-95650-926-1 (print), 978-3-95650-927-8 (pdf)

 

 

Helmrath, Johannes | Woelki, Thomas (Hg.) - Acta Cusana: Band III, Lieferung 1



Helmrath, Johannes | Woelki, Thomas (Hg.):
Acta Cusana: Band III, Lieferung 1. 1458 Oktober 1 – 1459 Dezember 31; Hamburg: Felix Meiner 2022.


Cusanus kommt nach Rom. Mit diesem Band III 1 beginnen seine ›römischen Jahre‹. Im Herbst 1458 verschob sich der Lebensmittelpunkt des Nikolaus von Kues entscheidend. Aus dem residierenden Ortsbischof, zuletzt als verbitterter Exilant auf Burg Buchenstein im äußersten Winkel des eigenen Bistums, wurde ein einflussreicher, in wichtigen Ämtern aktiver Kurienkardinal. Die geographische und politische Zäsur im Leben des Nikolaus von Kues führt auch zu einem veränderten Charakter der Acta ­Cusana auf verschiedenen Ebenen: inhaltlich, quellentypisch und auch sprachlich.

Italienische Themen verdrängen zusehends die in Band II domi­nierenden Tirolensia. Neue Quellentypen treten in den Vordergrund, etwa die abundanten Berichte italienischer Gesandter. Die deutsche Quellensprache tritt nun stärker hinter das Lateinische und auch immer häufiger hinter das Italienische zurück. Die Acta Cusana werden nun noch vielfältiger und präsentieren die Welt des Spätmittelalters aus einem geradezu europäischen Blickwinkel, gipfelnd im Fürstenkongress von Mantua.

 

Flyer

 


Reihe: Acta Cusana. Quellen zur Lebensgeschichte des Nikolaus von Kues
Bandnummer: III, 1

Umfang/Format: VIII, 231 Seiten

Erscheinungsdatum: Mai 2022

ISBN: 978-3-7873-4141-2

 

 

Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Geschichtswissenschaften | Europäische Geschichte des Mittelalters. Schwerpunkt: Spätmittelalter | Aktuelles | Publikationen | Die verlorene Mitte — Juden und Christen in Frankfurt am Main bis zur Errichtung der Judengasse im Jahr 1460

Die verlorene Mitte — Juden und Christen in Frankfurt am Main bis zur Errichtung der Judengasse im Jahr 1460



Weltecke, Dorothea & Christophersen, Jörn Roland (Hrsg.):
Die verlorene Mitte — Juden und Christen in Frankfurt am Main bis zur Errichtung der Judengasse im Jahr 1460. Zusammenfassungen der Vorträge und der Diskussion "Wie erinnern?" der Tagung vom 23. Juni 2021 bis zum 25. Juni 2021 in Frankfurt am Main; Frankfurt/Berlin: 2021.


Kaum etwas erinnert in Frankfurt daran, dass von der Mitte des 12. bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts Juden in der Mitte der Stadt siedelten. Zweimal, in den Jahren 1241 und 1348, wurde dabei die jüdische Gemeinde in dieser Zeit völlig ausgelöscht. Dennoch, in diesen Jahrhunderten sah und hörte man einander, waren die Wege in der Stadt ebenso verwoben wie die geschäftlichen Beziehungen. Die Begegnungen waren alltäglich. Jüdische Ärzte versahen als Stadtärzte ihren Dienst im Hospital zum Heiligen Geist. Zentrale jüdische und christliche Gebäude standen nah beieinander. Zwar war Frankfurt weder ein bedeutendes kirchliches noch rabbinisches Zentrum; in dieser Hinsicht war die Stadt das Hinterland von Mainz. Immerhin bündelte sie dennoch einige Funktionen. Mit der Einrichtung der Judengasse wurde diese gemeinsame Mitte zerstört. Eine Konferenz mit internationaler Beteiligung ging diesen Etappen der Frankfurter Geschichte nach.

 

Die Broschüre kann hier heruntergeladen werden. Gedruckte Exemplare können beim Sekretariat (Frau Bianca Henze) angefragt werden.

 


Umfang/Format: 79 Seiten

Erscheinungsdatum: 2021

 

 

Christophersen, Jörn Roland - Krisen, Chancen und Bedrohungen. (Dissertation)



Christophersen, Jörn Roland:
Krisen, Chancen und Bedrohungen. Studien zur Geschichte der Juden in der Mark Brandenburg während des späteren Mittelalters (13. bis Anfang des 16. Jahrhunderts); Wiesbaden: Harrassowitz 2021.


Aufgrund der schwierigen Forschungsbedingungen in der DDR war die Geschichte der Juden in der mittelalterlichen Mark Brandenburg bislang kaum erforscht worden. Jörn R. Christophersen legt nun erstmals seit der Shoa eine detaillierte Studie zu diesem Thema vor. Alle bis dato bekannten und neu entdeckten Quellen, von den frühestens Nachweisen bis ins frühe 16. Jahrhundert, wurden systematisiert und vornehmlich anhand von Archivalien überprüft. Umfassend ausgewertet wurde mitunter auch ungedrucktes Original-Material aus 32 Archiven und Sammlungen.
Die in diesem Buch erstmals präzise dargelegte Siedlungsgeschichte der Juden in dieser Region legt den Grundstein für weiterführende Studien zu rechtlicher Stellung, Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Dabei liegt das besondere Interesse des Autors auf diversen Kontaktfeldern von Christen und Juden. So wird etwa die Aktivität der Juden im Schlachtgewerbe detailliert erforscht, und die entsprechende Analyse bildet den Kern der Kapitel über das Wirtschaftsleben.
Vertiefende Untersuchungen zum Bürgerstatus waren nicht nur aufgrund der im Vergleich zum Westen des Heiligen Römischen Reiches andersartigen Städtelandschaft angebracht. Vielmehr adressieren die Resultate eine Schlüsselfrage aktueller Forschung. Das ausführliche Kapitel zum Bürgerstatus bezieht seine Prägnanz über den rechtlichen und sozialen Status der Juden aus der Untersuchung junger Gesellschaften der sogenannten Neusiedellande. Somit verweisen die Ergebnisse dieser Studie deutlich über den bisherigen Forschungsstand hinaus.

 

Inhaltsverzeichnis

 


Reihe: Forschungen zur Geschichte der Juden. Abteilung A: Abhandlungen
Bandnummer: 32

Umfang/Format: XVI, 870 Seiten, 27 Abb., 6 Tabellen

Erscheinungsdatum: 29.09.2021

ISBN: 978-3-447-11710-4 (print), 978-3-447-39185-6 (pdf)

 

 

Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Geschichtswissenschaften | Europäische Geschichte des Mittelalters. Schwerpunkt: Spätmittelalter | Aktuelles | Publikationen | Jäckel, Florian - From the Cradle to the Grave. Demarcating Communities through Baptism and Burial in the Huddāyē of Barhebraeus (d. 1286)

Jäckel, Florian - From the Cradle to the Grave. Demarcating Communities through Baptism and Burial in the Huddāyē of Barhebraeus (d. 1286)



Jäckel, Florian:
From the Cradle to the Grave. Demarcating Communities through Baptism and Burial in the Huddāyē of Barhebraeus (d. 1286); in: Hamsa 7/2021


This paper analyzes the legal text called the Huddāyē composed in Syriac by the Syriac Orthodox polymath Barhebraeus (d. 1286) in regard to stipulations about baptism and burial. Stressing the importance of baptism and burial for the community as rites of passage, it examines what demarcation lines are drawn by Barhebraeus regarding outsiders. In this respect, two types of outsiders must be considered: Christians of other denominations (e.g., East Syrians) and Muslims. The earlier normative texts, which Barhebraeus refers to contain similar communal demarcation lines, but are altered, expanded and redacted by Barhebraeus, thus bringing them into a coherent whole.

Hamsa 7/2021 - Visibility of Religious Difference in Medieval Europe and the Mediterranean

Erscheinungsdatum: 22. Juni 2021

https://journals.openedition.org/hamsa/1034

 

 

Weltecke, Dorothea - The "Description of the Times" by Mor Michael the Great (1126-1199)



Weltecke, Dorothea:
The "Description of the Times" by Mor Michael the Great: A Study on its Historical and its Historiographical Context; Leuven: Peeters 2021.


This is the first in-depth study of the largest medieval Christian chronicle, written by the Syriac Orthodox Patriarch Michael (1126-1199). The codex unicus from 1598, along with remarks made by scribes and by the author himself, is used to reconstruct the original layout of the chronicle. The study compares the chronicle with works that share its form and sources to reveal Michael’s intentions, particularly the (lost) chronicles by Jacob of Edessa (633-708), Patriarch Dionysius of Tel-Mahre (772-834) and the chronicle by Maphrian Bar 'Ebroyo (1226-1286).
Michael studied the history of the world throughout his entire adult life. There is hardly any other medieval Christian chronicler in the West or East who reflected on his method to such an extent. The result was an intricate historical argument as part of the historico-theological disputes of his time. Michael documented a history in which the Suryoye had a place rooted in the secular empires of the Ancient Near East, in their Patriarchal succession and in the heavenly kingdom of the Anointed One.

 

Inhaltsverzeichnis

 


Reihe: Eastern Christian Studies
Bandnummer: 27

Umfang/Format: XVI, 309 Seiten

Erscheinungsdatum: 2021

ISBN: 978-9-042-93658-4 (print), 978-9-042-93888-5 (digital)