Humboldt-Universität zu Berlin - Sozial- und Wirtschaftsgeschichte

Aktuelles

Felix Römer ins Heisenberg-Programm aufgenommen

Mit dem Heisenberg-Programm erhalten besonders ausgewiesene Wissenschaftler*innen, die alle Voraussetzungen für die Berufung auf eine Professur erfüllen, die Gelegenheit, sich bis zur Erteilung eines Rufes ihren Forschungen zu widmen und dabei ihr wissenschaftliches Profil weiter zu schärfen.


 
Laetitia Lenel erhält den Droysen-Preis

Für ihre Dissertation "The Hopeful Science. A Transatlantic History of Business Forecasting, 1920-1960" erhält Laetitia Lenel den Johann-Gustav-Droysen Preis des Fördervereins des Instituts für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität.


 
Martin Lutz zum Ukrainekrieg

In einem Radiobeitrag von "The World" äußert Martin Lutz sich zu den historischen Dimensionen deutscher Ab- bzw. Aufrüstung im Kontext des Ukrainekrieges. Einen Mitschnitt des Radiobeitrags finden Sie hier.


 
Verwandtschaft und Globalisierung:
Beitrag von Martin und Lutz und David Warren Sabean zur Geschichte der Siemens AG vor dem Hintergrund ihrer Globalisierungsstrategien

In ihrem kürzlich erschienenen Artikel "Kinship, Conflict and Transnational Coordination: The Siemens Family’s Globalisation Strategies in the Nineteenth Century" gehen Martin Lutz und David W. Sabean den Dynamiken und Prozessen der transnationalen Expansion von Siemens in einem Zeitalter nach, das von Nationalismus und Imperialismus geprägt war. Dafür werfen sie einen Blick auf die Geschichte der drei Brüder Werner, William und Carl sowie deren Familien, die jeweils ind Berlin, London bzw. St. Petersburg lebten. Die Untersuchung der praktischen Aushandlung dessen, welche Form und Bedeutung die Verwandschaftsbeziehungen hatten, steht dabei im Zentrum der Analyse des Artikels. Die erfolgreiche Lösung familiärer Konflikte sei ausschlaggebend für die Globalisierung der Siemens AG gewesen, so die beiden Autoren.


 
Martin Lutz und Robert Kindler über 100 Jahre Rapallo

Anlässlich der Jährung des Rapallo-Vertrages zum einhundersten Mal befassen sich Martin Lutz und Robert Kindler in gleich zwei Veröffentlichungen mit dem Geist des Vertrages zwischen Deutschland und der Sowjetunion.

"'Rapallo' stand und steht für die Sorge vor einer zu engen Bindung Deutschlands an die Sowjetunion beziehungsweise Russland, die zu Lasten der anderen europäischen Staaten geht. Befürworter des Vertrags sahen in ihm hingegen ein Modell für die friedliche Koexistenz konkurrierender Gesellschaftssysteme."

Kindler, Robert und Martin Lutz. "Hundert Jahre Rapallo: Osteuropa zahlt die Zeche." FAZ, April 16, 2022.

Lutz, Martin und Robert Kindler "Der Vertrag von Rapallo 1922 – Ein deutsch-(sowjet)russisches Jahrhundert-Abkommen." www.dekoder.org, 2022.


 
Poverty, Inequality Statistics and Knowledge Politics Under Thatcher - Felix Römer

Die Bedeutung des Diskurses über soziale Ungleichheit zeigt das Beispiel Großbritanniens der 1980er, das unter Thatcher geprägt war von einem massiven Anstieg von Armut und ökonomischer Ungleichheit. Der jüngst in der English Historical Review erschienene Artikel untersucht auf Grundlage von kürzlich freigegebenen Dokumenten die Eingriffe der Regierung in offizielle Statistiken über soziale Ungleichheit und deren Einfluss auf den öffentlichen Diskurs.

Poverty, Inequality Statistics and Knowldge Politics Under Thatcher


 
Alltag in der Hölle. Deutsche Männer im Krieg

In der kürzlich erschienenen ZDF-Dokumentation widmet sich der Mentalität der Kriegsgeneration und deren Bewältigungsstrategien. Felix Römer war im Zuge dieser Produktion als Fachberater tätig und äußerte sich in Experteninterviews zur Skizzierung der Soldaten in der "Wehrmacht".

ZDF History-Alltag in der Hölle


 
Felix Römer zu Gast bei der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg

In der vierten Ausgabe der Veranstaltungsreihe "Wer wie was? Diversität als zeithistorische Perspektive" diskutiert Felix Römer mit Martina Steer über Erfahrungen in und mit der Pandemie. Die Art und Weise, wie wir über die Pandemie und besonders über die Verschärfung sozialer Ungleichheite (nicht) sprechen ließe sich besser verstehen, wenn sie auch aus einer historischen Perspektive beleuchtet würde. Daten und Statistiken über ökonomische Ungleichheiten lägen heute zwar vor, etwa bei den gesetzlichen Krankenverischerungen, würden aber häufig zurückgehalten. Historisch sei diese Unsichtbarmachung ökonomische und sozialer Ungleichheiten daran gekoppelt, dass politische Interventionen ausblieben.

Wer, wie, was? Corona spaltet. Über Erfahrungen in und mit der Pandemie

20.01.2022


 
Humboldt-Preis 2021 für Laetitia Lenel

Laetitia Lenel erhält für ihre Dissertation "The Hopeful Science. A Transatlantic History of Business Forecasting, 1920-1960" den Humboldt-Preis 2021.


 

Untersuchung der Expansion deutscher Unternehmen in die Ukraine während des NS - Martin Lutz und Kim Christian Priemel

Die Untersuchung der Mittäterschaft deutscher Unternehmen während des NS zielte bisher meist auf die Verbrechen im Rahmen der "Arisierung" in Deutschland ab. Kaum beleuchtet wurde hingegen die Expansion von Unternehmen wie Siemens, AEG oder Philipp Holzmann in besetzte Gebiete, wie etwa die Ukraine. Das Wasserkraftwerk DniproGES (Dneprostoi) bietet den Ausgangspunkt für die Untersuchung von Martin Lutz und Kim Christian Priemel. Sie zeigen, dass private Unternehmen maßgeblich zur deutschen Invasion in die Ukraine, zu deren Besetzung und zum anhaltenden Krieg beitrugen. 

Der Artikel erschien im September 2021 im Journal of Modern History.

 


 
Felix Römer im Gespräch mit dem WDR über fehlende Daten über soziale Ungleichheiten in der Pandemie

"Das Thema ökonomische Ungleichheit, also Armut, Einkommens- und Vermögensverteilung wurde in der Bundesrepublik seit der Nachkriegszeit vernachlässigt." Das liege unter anderem daran, dass in der amtlichen Statistik kaum Daten über soziale und ökonomische Ungleichheit produziert wurden. 

-Felix Römer im WDR 5 Politikum am 22.03.2021

 

 

 

Die gravierenden Lücken in der Datenerfassung zeige sich vor allem im Vergleich mit anderen Ländern, was Felix Römer auch in einem Artikel für den Freitag am 18.03.2021 betont:

"Das Armutszeugnis der Covid-Krise. Die Briten wissen, dass Geringsverdiener ein erhöhtes Infektionsrisiko haben. In Deutschland ahnt man das meist nur."