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Humboldt-Universität zu Berlin - Neueste und Zeitgeschichte

 

Hans-Otto Regenhardt

Arbeitsforschung in Deutschland im 20. Jahrhundert –
zwischen Kapital und Arbeit, Volk und Klasse

(Dissertationsprojekt)

 

Das Projekt untersucht am Beispiel Deutschlands im 20. Jahrhundert Voraussetzungen und Entwicklung einer Verwissenschaftlichung der industriellen Arbeit. Gefragt wird nach Zusammenhängen zwischen politischen Systembrüchen und Arbeitsforschung von der Weimarer Republik über das NS-Regime zur Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland bis 1990. Dabei ist zu achten auf Kontinuitäten und Brüche in der Geschichte der Arbeitsforschung, auf Forderungen und Einflussnahmen von Trägern politischer Ideologien in den vier »Herrschaftsmodellen«, auf Ideologisierung, Instrumentalisierung und Missbrauch des Arbeitsbegriffs und die verschiedenen Ebenen der Untersuchung, wie die betriebliche, arbeitswissenschaftlichinstitutionelle und die staatliche. Zu erörtern ist die Frage, ob bzw. in welchem Grade sich die Arbeitsforschung in Deutschland in einer permanenten »Dilemma-Situation« befand - zwischen Kapital und Arbeit, Volk und Klasse. Das wirft auch die Frage nach einem möglichen Scheitern der Arbeitsforschung auf, wenn von ihrer »ideologischen Fesselung« gesprochen werden kann. Einige Thesen zur »Arbeitsforschung zwischen Vergangenheit und Zukunft« sollen den gegenwärtigen Blick schärfen.