Humboldt-Universität zu Berlin - Lehrstuhl für Wissenschaftsgeschichte

Julia Steinmetz, M.A.

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Julia Steinmetz M.A.
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j.steinmetz (at) hu-berlin.de

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Kurzvita

Julia Steinmetz studierte an der Humboldt-Universität im Bachelor Kulturwissen-schaft, Archäologie und Kunst- und Bildgeschichte. Das daran anschließende Masterstudium der Geschichtswissenschaften schloss sie 2020 mit der Arbeit „Schreibende und sammelnde Hände. Wissenschafts- und Technikgeschichte zwischen großbürgerlichem Salon und Berliner Staatsbibliothek, 1880-1927“ ab. Seit April 2020 ist sie Kollegiatin des Graduiertenkollegs 2190 „Literatur- und Wissensgeschichte kleiner Formen“. Ihr Promotionsprojekt untersucht die Materialität historischen Wissens und fragt am Beispiel der Autographensammlung Ludwig Darmstaedters nach der Bedeutung handschriftlicher Papierobjekte für die Anfängen einer Wissenschaftsgeschichte um 1900. 

 

Forschungsschwerpunkte

  • Wissenschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
  •  Materialität und Medialität geisteswissenschaftlicher Forschungssammlungen
  • mediale Historiographien 

 

Forschungsprojekt

Sammelnd Geschichte schreiben. Die Autographensammlung Darmstaedter und ihre Bedeutung als historiographische Materialsammlung.

Darmstaedter, Du Bois-Reymond_4000 Jahre.pngDas Dissertationsprojekt nimmt mit der Ludwig Darmstaedter‘schen Autographensammlung der Wissenschaft und Technik eine der umfangreichsten wissenschaftshistorischen Materialsammlungen in den Blick. Als breit angelegtes Sammelprojekt um 1900 entstanden, speichert sie den innovativen Vorstoß, anhand der kleinen Form des Autographen die Erforschung der Wissenschafts- und Technikgeschichte voranzutreiben. Wie diese Arbeit zeigen möchte, übten Sammelpraxis und Medieninnovation, zeitgenössische Diskurse um Bedeutung und Materialität historischer Dokumente nicht nur prägenden Einfluss auf diese Sammlung aus, sondern bestimmten ebenso den aus der Autographensammlung resultierenden Geschichtsentwurf. Das historiographische Konzept gründet somit auf einer Interdependenz von Medien und Geschichte, die anhand des reichhaltigen Sammlungsbestandes exemplarisch untersucht wird. Das Projekt leistet so einen Beitrag zur Geschichte der Wissenschafts- und Technikgeschichte, indem es die Materialien fokussiert, die deren Entstehung um 1900 ermöglichten.

 

Abbildung: 4000 Jahre Pionier-Arbeit in den exakten Wissenschaften, hrsg. v. René DuBois-Reymond und Ludwig Darmstaedter, Berlin 1904, Frontispiz.

 

Vorträge

  • 05/2022: „Dokumentierende Autographe. Handschriftliche Papierobjekte und ihr Einsatz für die Wissenschaftsgeschichte“, Tagung „Dokumentwerden. Zeitlichkeit – Arbeit – Materialisierung, DFG Graduiertenkolleg 2132 „Das Dokumentarische. Exzess und Entzug“/Ruhr Universität Bochum
  • 11/2021: „Handschriften sammeln, Geschichte vereinen. Die Autographensammlung als Ressource“, Tagung „Ressource ‚Schriftträger‘. Materielle Praktiken der Literatur zwischen Verschwendung und Nachhaltigkeit“, RWTH Aachen und Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
  • 09/2021: „In Autographen denken. Gesammelte Geschichte der Wissenschaften um 1900“, Workshop „Kleine Formen der Wissenschaftsgeschichte“/HU, Organisation zusammen mit Alexander Soytek
  • 06/2016: „Deutsche Dialektaufnahmen. Der Sprachatlas und die Wenker’schen Sätze“, Gastvortrag in der Vorlesung „Gefangene Stimmen. Zur Aktualität der Tonaufnahmen aus dem Lautarchiv der HU“, PD Dr. Britta Lange/Kulturwissenschaft HU.