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Humboldt-Universität zu Berlin - Lehrstuhl für Wissenschaftsgeschichte

M.A. Christine Brecht

Name
M.A. Christine Brecht
Status
Doktorand/in
E-Mail
christinebrecht (at) gmail.com

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→ Arbeitsschwerpunkte

→ Forschungsprojekt

→ Publikationen

 

Vita

Studium der Neueren Geschichte, Philosophie und Politikwissenschaft an der TU Berlin; Magisterabschluss mit einer Arbeit zur Sozialgeschichte der Tuberkulose. Tätigkeiten als wissenschaftliche Mitarbeiterin, u. a. am Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung der TU Berlin (1997–1999) und am Zentrum für Zeitgeschichtliche Forschung Potsdam (2005–2008) sowie als freiberufliche Historikerin in Museen und Ausstellungen. Seit 2013 Doktorandin am Lehrstuhl für Wissenschaftsgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit dem SoSe 2017 zudem Lehrbeauftragte im Studiengang Museumskunde der HTW Berlin.

 

Arbeitsschwerpunkte

 

  • Wissenschafts- und Technikgeschichte der Industriemoderne
  • Geschichte und Theorie des Sammelns, Ausstellens und Erinnerns
  • Zeitgeschichte Berlins

 

Forschungsprojekt

Schauraum Hygieneausstellung – Dresden 1911 in wissensgeschichtlicher Perspektive

Obwohl ihre Anfänge in den 1870er Jahren liegen, wurden Hygieneausstellungen bislang vor allem im Kontext wohlfahrtsstaatlicher Gesundheitsaufklärung des frühen 20. Jahrhunderts verortet. Dass es sich bei diesen Präsentationen von Instrumenten und Objekten moderner Naturwissenschaft, Medizin und Technik nicht nur um Publikumsschauen, sondern auch um Fachausstellungen handelte, kam dabei kaum in den Blick. Am Beispiel der internationalen Hygieneausstellung, die 1911 in Dresden stattfand, unternimmt das Promotionsvorhaben den Versuch, historische Bedingtheiten und Bedeutungen beider Ausstellungsprinzipien auszuloten. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach den Akteuren und Praktiken des Ausstellens: Wie war das Zeigen und Sehen in den verschiedenen Abteilungen, aus denen sich die Welthygieneschau von 1911 zusammensetzte, organisiert? Welche alten und neuen, kommerziellen oder musealen Präsentationsformen kamen zum Tragen? Aus welchen disziplinären, institutionellen, nationalen und kolonialen Zusammenhängen stammten die ausgestellten Wissenschaftsobjekte? In welcher Weise waren Wissenschaftler, etwa Bakteriologen, Nahrungsmittelchemiker oder Gewerbehygieniker, beteiligt, sei es als Aussteller, Kuratoren, Berichterstatter oder Besucher? Neben schriftlichen Überlieferungen werden Fotografien, Pläne, Skizzen und andere Bildmaterialien herangezogen, um Dresden 1911 neu zu vermessen und in die Geschichte expositorischer Wissenspräsentation einzuschreiben.

Abbildung: Laborinszenierung in Halle 56 „Nahrungs- und Genussmittel“ der Internationalen Hygieneausstellung Dresden 1911. Deutsches Hygiene-Museum Dresden, Sammlung, DHMD 2001/196.60.

 

Ausgewählte Publikationen

Artikel

  • Populäres Wissen – Einleitung, in: WerkstattGeschichte 23 (1999), S. 4-12 (zs. mit Barbara Orland).
  • Das Publikum belehren – Wissenschaft zelebrieren. Bakterien in der Ausstellung „Volkskrankheiten und ihre Bekämpfung“ von 1903, in: Christoph Gradmann/Thomas Schlich (Hg.), Strategien der Kausalität. Konzeptionen der Krankheitsverursachung im 19. und 20. Jahrhundert, Pfaffenweiler 1999, S. 53-76.
  • Displaying the Invisible: ”Volkskrankheiten” on Exhibition in Imperial Germany, in: Studies in the History and Philosophy of Biological and Biomedical Sciences 31 (2000), S. 511-530 (zs. mit Sybilla Nikolow).
  • Enthaltsamkeit in Weimar. Oder: Karriere einer Bildtafel, in: Barbara Duden/Karen Hagemann/Regina Schulte/Ulrike Weckel (Hg.), Geschichte in Geschichten. Ein historisches Lesebuch. Festschrift für Karin Hausen, Frankfurt am Main/New York 2003, S. 311-318.

 

Rezensionen

 

 

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