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Humboldt-Universität zu Berlin - Lehrstuhl für Wissenschaftsgeschichte

M.A. Julia Heideklang

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Name
M.A. Julia Heideklang
Status
Doktorand/in
E-Mail
julia.heideklang (at) staff.hu-berlin.de

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Vita

Nach dem Bachelorstudium (B.A. Latein/Biologie) 2009–2012, absolvierte sie von 2012–2017 das Masterstudium der Fächer Latein, Biologie und Klassische Philologie an der Humboldt-Universität zu Berlin (M. Ed. Latein/ Biologie; M. A. Klassische Philologie). In ihrer Masterarbeit „Theophrasts botanische Schriften: Strategien und Wissen“ befasste sie sich mit den botanischen Werken als Wissenschaftsliteratur und untersuchte Formen der Wissenspräsentation und Wissenswertung. Seit Juni 2017 ist sie als Kollegiatin im DFG-Graduiertenkolleg 2190 „Literatur und Wissensgeschichte kleiner Formen“ tätig und promoviert zu Paratexten in botanischen Sammelwerken der Frühen Neuzeit.

 

Arbeitsschwerpunkte

  • Paratexte in den Drucken der Frühen Neuzeit
  • Wissens- und Wissenschaftsgeschichte der Botanik
  • Neulateinische Wissenschaftsliteratur

 

Forschungsprojekt

Botanics in the Making (1500–1700): Communication and Construction of the Botanical Science in Early Modern Europe

Das Dissertationsthema verbindet die Erforschung kleiner Formen mit der Betrachtung botanischer Wissenschaftstexte der Frühen Neuzeit (1500–1700). Zwischen diesen literarischen Produkten und der Selbstpositionierung des jeweiligen Autors innerhalb der literarischen Tradition aber auch der zeitgenössischen Wissenschaftsgemeinschaft besteht eine starke Wechselwirkung. Die Wissenschaftstexte, hier mit dem Fokus auf ihren verschiedenen Paratexten, sind in ihren Inhalten und ihrer Form stark durch den zeitgenössischen Diskurs bedingt. Zugleich aber gestalten sie ihrerseits den Diskurs mit. Es ist davon auszugehen, dass dabei den Paratexten eine herausragende Bedeutung zukommt, nämlich, dass sie als epistemologische Katalysatoren den Emanzipationsprozess der botanischen Wissenschaft in der frühen Neuzeit beeinflusst und gesteuert haben. Für das Forschungsprojekt sollen exemplarisch ausgewählte botanische Werke, insbesondere die Historiae und Kreutterbücher, hinsichtlich ihrer Paratexte untersucht und im historischen Kontext verortet werden. Der Fokus liegt dabei vor allem auf den Titelseiten, Vorreden bzw. Widmungsreden und Widmungsgedichten in ihrem jeweiligen Werkkontext und unter Einbeziehung von nachfolgenden Auflagen und Übersetzungen. Ziel ist es aufzuzeigen, durch welche Kommunikationsstrategien und gestalterischen Elemente der jeweilige Autor Einfluss auf die Rezeption seiner botanischen Schrift durch den intendierten Leser nimmt. Darüber hinaus wird danach gefragt, wie dadurch das Selbstverständnis botanischer Wissenschaft konstruiert und einer Leserschaft innerhalb und außerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft zugänglich gemacht wird.

Abbildung: Titelseite aus Andrea Cesalpino, De plantis libri XVI, Florentiae: Apud Georgium Marescottum 1583. (Digitalisat der Zentralbibliothek Zürich: NB 721; http://dx.doi.org/10.3931/e-rara-37940)

 

Publikationen

  • Co-Autorin der Handreichung „Natur und Technik. Biologie. Unterrichtsmaterial zur Sprachförderung 5/6“, hg. v. Herbert Weber, Berlin: Cornelsen 2013.