Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Geschichtswissenschaften

Projektbeschreibung

Stiftungsforschung als Globalgeschichte neu angehen

Im Rahmen des Vorhabens erarbeiten Postdocs der Mediävistik, Byzantinistik, Islamwissenschaft, Judaistik und Indologie eine „Enzyklopädie des Stiftungswesens in mittelalterlichen Gesellschaften“ und der Antragsteller selbst eine universalhistorische Darstellung des vormodernen Stiftungswesens. Das Vorhaben führt einerseits das Wissen über verschiedene Stiftungskulturen zusammen, gibt andererseits den jeweiligen Spezialstudien Impulse aus vergleichender Perspektive und inauguriert eine neue transkulturelle und internationale Kooperation der Forschungen zum mittelalterlichen Jahrtausend. Es nimmt bewusst Impulse der neuen Globalgeschichte auf und will demonstrieren, wie „Mittelalter in der größeren Welt“ erforschbar ist; das Beispiel der Stiftungen eignet sich dafür besonders, weil das Phänomen, ohne dass die Fragen der Ableitung, Imitation oder Neuerfindung geklärt wären, anscheinend in allen Hochkulturen belegt werden kann. Da sich Stiftungen außerdem als Indikator für den Zustand eines Gemeinwesens lesen lassen und mit allen Bereichen einer Gesellschaft vernetzt sind – Religion und Politik, Recht und Wirtschaft, Fürsorge, Kunst und Wissenschaft – bieten sie die lange gesuchte und bisweilen für unmöglich gehaltene Chance, „totale Geschichte“ komparativ zu betreiben.[1] Das Vorhaben kann aber nicht nur bekannte und neue Desiderate der historischen und kulturwissenschaftlichen Forschung füllen; es nutzt zugleich das aktuelle gesellschaftliche und politische Interesse an Stiftungen, die zur Bewältigung sozialer, kultureller und wissenschaftlicher Notlagen und Bedürfnisse für unentbehrlich gehalten werden.[2] Der Akademie Verlag Berlin wird  die Enzyklopädie zum Druck bringen; der erste Band ist für 2014 geplant.

Ergebnisse vergleichender Stiftungsforschung zusammentragen

Eine interkulturell-vergleichende Stiftungsforschung gibt es bisher nur in Ansätzen; nachdem der Islamwissenschaftler Gabriel Baer 1981 in Jerusalem einen lange unveröffentlichten Vortrag über „The Muslim Waqf and Similar Institutions in Other Civilizations“ gehalten hatte, hat erst M. Borgolte 2003 an der Humboldt-Universität zu Berlin eine Tagung über „Stiftungen in den großen Kulturen des alten Europa“ durchgeführt, an der sich außer Mediävisten Byzantinisten, Osteuropahistoriker, Islamwissenschaftler und Judaisten beteiligten.[3] Die interdisziplinäre Kooperation wurde im folgenden Jahr auf einer ebenfalls von M. Borgolte organisierten Konferenz über „Stiftungskonjunkturen im interkulturellen Vergleich“ weiter vertieft. Dabei zeigte sich, dass eine so breit angelegte, aber auch Spezialkenntnisse verlangende Forschung nur international erfolgreich sein kann. Die beiden Tagungen haben bisher zu zwei inzwischen abgeschlossenen Folgeprojekten geführt: In einer amerikanisch-deutschen Zusammenarbeit wurde eine Anthologie griechischer und lateinischer Quellen mit deutschen und englischen Übersetzungen zu „Säkularisation“ oder „Konfiskationen“ von gestiftetem Kirchengut in der römisch-katholischen und griechisch-orthodoxen Christenheit des Mittelalters zusammengestellt und kritisch kommentiert[4]; und junge Islamwissenschaftler/innen wagten zum ersten Mal eine Gesamtübersicht über den waqf (bzw. hubs) vom Beginn seiner Geschichte bis zur Gegenwart, bei der auch Fragen der lateineuropäischen Mediävistik erprobt wurden.[5] An die im Zusammenhang dieser Werke aufgenommenen internationalen und interdisziplinären Kontakte knüft das Vorhaben an. Dazu kommt jetzt  die seinerzeit noch nicht einbezogene Erforschung des indischen Stiftungswesens, das durch die Plurireligiosität des Subkontinents besonders reizvolle Studien zu Wechselbeziehungen beziehungsweise Ähnlichkeiten und Unterschieden erlaubt.[6] Für keine der einbezogenen Stiftungskulturen wurde bisher eine Gesamtdarstellung auf dem Stand der Forschung vorgelegt[7]; das Vorhaben kann und soll deshalb dazu beitragen, dass solche Synthesen künftig gewagt werden. Aus sozial- und kulturgeschichtlicher Perspektive sind in den letzten Jahrzehnten neue Zugriffe auf die innere Geschichte des lateinchristliche Stiftungswesen entwickelt worden; ob und inwiefern sich diese auch auf die anderen Stiftungstraditionen übertragen lassen, ist eine Leitfrage des Vorhabens.

Stiftungen als soziales und kulturelles Phänomen erforschen

Eine Kritik der theoretischen Grundlagen hat ergeben, dass Stiftungen in der lateinischen Christenheit Westeuropas während der Vormoderne mit der Rechtsfigur der juristischen Persönlichkeit nicht adäquat erfasst werden können[8]; der Mentalität der Zeit, nach der die Toten als vollberechtigte Glieder der Gesellschaft verstanden wurden (O.G. Oexle: „Gegenwart der Toten“), wird ein sozialhistorischer Zugang eher gerecht. In diesem Sinne bildeten der (verstorbene) Stifter, die von ihm begünstigten Stiftungsempfänger und die seinen Willen auf Dauer exekutierenden Stiftungsorgane ein soziales System, das durch die Wechselbeziehung des Gabentauschs bestimmt wurde.[9] Da bei anderen Stiftungstraditionen teilweise noch die alte Lehre von der Stiftung als Rechtspersönlichkeit aufrechterhalten wird[10], ist die Prüfung ihrer Geltung hier besonders reizvoll und notwendig. Zugleich stellt sich die Frage, ob Stiftungen in erster Linie dem religiösen Kult (der Verehrung Gottes oder der Götter) oder dem Seelenheil und der Memoria des Stifters, verstanden als Gegengabe für seine materielle Gabe, dienen sollte. Wo das Motiv des Gebetsgedenkens eine Rolle spielt, muss zugleich die jeweilige Endzeitvorstellung Berücksichtigung finden, da eine dauernde Fürbitte nur bei einem späten oder ungewissen Endgericht sinnvoll erscheint[11]; anderseits ist Memoria für jenseitiges Heil von diesseitigem Ruhmstreben durch Stiftung abzugrenzen[12]. Erst sekundär kommen die meist im Vordergrund der Forschung stehenden Effekte der Förderung anderer durch Stiftung ins Spiel, sei es im Sinne der Wohltätigkeit (christlich: Caritas), sei es im Hinblick auf Wissenschaft und Kunst.[13] Für die vieldiskutierten „operativen Stiftungen“ der Gegenwart (vor allem in den USA)[14] anschlussfähig ist eine Erörterung der Revidierbarkeit der Stiftungszwecke; deshalb muss jede Stiftungsforschung auch die Dauer oder die jeweils besondere Geschichte der Stiftungen untersuchen.[15]

Stiftungen im sozialen Kontext betrachten

Stiftungen benötigen Vermögen, also bestimmte wirtschaftliche Voraussetzungen, ein Recht und eine staatliche Ordnung, die sie schützen, eine Ethik der Verantwortung für den Nächsten in Not und die Defizite des Gemeinwesens oder auch ein Interesse an der Verbreitung des Wissens und der Förderung der Kunst. Sie sind also ein „totales soziales Phänomen“ im Sinne von Marcel Mauss[16] und sollen so auch durch das Vorhaben erforscht und dargestellt werden. Im Unterschied zum Stiftungswesen des christlichen Westeuropas hat die jüngere Stiftungsforschung zu Byzanz, zum Islam und auch in Indien die gesamtgesellschaftliche Bedeutung der Stiftungen häufig stärker im Blick gehabt; hier sollten Impulse für die gemeinsame Arbeit also eher in umgekehrter Richtung laufen als bei der inneren Geschichte der Stiftungen.[17]



[1] Michael Borgolte, „Totale Geschichte“ des Mittelalters. Das Beispiel der Stiftungen. Berlin 1993, ND in: Ders., Stiftung und Memoria. Hrsg. von Tillmann Lohse. (StiftungsGeschichten, Bd. 10.) Berlin 2012, 41–59.

[2] Bundesverband Deutscher Stiftungen e. V. (Berlin); Maecenata Institut für Philanthropie und Zivilgesellschaft (Berlin). Vgl. auch zuletzt die von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Zusammenarbeit mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und dem Bundesverband durchgeführte internationale Tagung „Stiften, Schenken, Prägen. Motive, Formen und Folgen zivilgesellschaftlicher Wissenschaftsförderung“ am 14./15.10.2010 in der BBAW; siehe dazu: Jürgen Kocka / Günter Stock (Hrsg.), Stiften, Schenken, Prägen. Zivilgesellschaftliche Wissenschaftsförderung im Wandel. Frankfurt / New York 2011, darin:  Michael Borgolte: Stiftung und Wissenschaft. Historische Argumente für eine Wahlverwandtschaft, 33–41, ND in: Ders., Stiftung und Memoria (wie Anm. 1), 407–419.

[3] Michael Borgolte (Hrsg.), Stiftungen in Christentum, Judentum und Islam vor der Moderne. Auf der Suche nach ihren Gemeinsamkeiten und Unterschieden in religiösen Grundlagen, praktischen Zwecken und historischen Transformationen. (StiftungsGeschichten, Bd. 4.) Berlin 2005; darin Erstabdruck des Vortrags von G. Baer, 257–280.

[4] Tim Geelhaar / John Philip Thomas (Hrsg.), Stiftung und Staat im Mittelalter. Eine byzantinisch-lateineuropäische Quellenanthologie  in komparatistischer Perspektive. (StiftungsGeschichten, Bd. 6.) Berlin 2011.

[5] Astrid Meier / Johannes Pahlitzsch / Lucian Reinfandt (Hrsg.), Islamische Stiftungen zwischen juristischer Norm und sozialer Praxis. (StiftungsGeschichten, Bd. 5.) Berlin 2009.

[6] Vgl. Marianne Njammasch, Brahmanen, Klöster und Tempel vom 6. bis zum ersten Drittel des 10. Jh. n. Chr. in Gujarat: die Schenkungsinschriften der Rāstrakūtas von Lāta im Vergleich zu den Schenkungsinschriften der Maitrakas von Valabhī, in: Dies. /Annette Schmiedchen / Fred Virkus, Sozialgeschichte des Brahmanentums im frühen Mittelalter in Gujarat, Maharashtra und Karnataka. Berlin 2001, 1–62; Annette Schmiedchen, Untersuchungen an Dorf-, Land- und Geldschenkungsinschriften zugunsten buddhistischer Klöster in Nordindien vom 5. bis 8. Jahrhundert. Diss. phil. HU Berlin (Masch.) 1994; Dies., Inschriftenkultur und Regionaltradition im frühmittelalterlichen Maharashtra: Legitimation politischer Herrschaft und offizielles religiöses Patronat unter den königlichen Dynastien der Rāstrakūtas, Śilāhāras und Yādavas vom 8. bis zum 13. Jahrhundert. Habil.schrift Halle 2009 (im Druck).

[7] Am umfassendsten noch über Byzanz: John Thomas, Private Religious Foundations in the Byzantine Empire. Washington, D. C. 1987. – Zum lateinischen Stiftungswesen (veraltet): Hans Liermann, Handbuch des Stiftungsrechts, I. Band: Geschichte des Stiftungsrechts. Tübingen 1963; die zweite Auflage von Tübingen 2002 ebd. ergänzt durch Michael Borgolte, Von der Geschichte des Stiftungsrechts zur Geschichte der Stiftungen, S. 13*-69*, ND in: Ders., Stiftung und Memoria (wie Anm. 1), 337–383. – Zum Islam: Murat Cizakça, A History of Philanthropic Foundations. The Islamic World from the Seventh Century to the Present. Istanbul 2000; dazu kritisch: Astrid Meier / Johannes Pahlitzsch / Lucian Reinfandt, Einleitung, in: Dies. (Hrsg.), Islamische Stiftungen (wie Anm. 5), 11–18, hier 17 mit Anm. 11. – Zum Judentum: Moshe Gil, Documents of the Jewish Pious Foundations from the Cairo Geniza. Edited with Translations, Annotations and a General Introduction. Leiden 1987; dazu einschränkend: Baer, The Muslim Waqf and Similar Institutions in Other Civilizations (wie Anm. 3), 259 Anm. 4. – Zu Stiftungen zugunsten von Brahmanen, Buddhisten und Hindus: Walter Ruben, Über buddhistisches Kirchengut, in: Vakıflar Dergisi 2, 1942, 1–12; Bijan K. Mukherjea, On the Hindu Law of Religious and Charitable Trusts. Calcutta 1952, 41979; Burton Stein, The Economic Foundation of a Medieval South Indian Temple, in: The Journal of Asian Studies 19, 1959/1960, 163–176; Cynthia Talbot, Temples, Donors and Gifts: Patterns of Patronage in Thirteenth-Century South India, in: The Journal of Asian Studies 50, 1991, 308–340.

[8] Michael Borgolte, Die Stiftungen des Mittelalters in rechts- und sozialhistorischer Sicht, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte. Kanonistische Abteilung 74, 1988, 71–-94, ND in: Ders., Stifung und Memoria (wie Anm. 1), 3–22.

[9] Michael Borgolte, Stiftungen des Mittelalters im Spannungsfeld von Herrschaft und Genossenschaft, in: Dieter Geuenich u. a. (Hrsg.), Memoria in der Gesellschaft des Mittelalters. Göttingen 1994, 267–285, ND in: Ders., Stiftung und Memoria (wie Anm. 1), 23–40.

[10] Vgl. Doris Behrens-Abouseif, The Waqf: A Legal Personality?, in: Meier u. a. (Hrsg.), Islamische Stiftungen (wie Anm. 5), 55–60; Günther-Dietz Sontheimer, Religious Endowments in India. The Juristic Personality of Hindu Deities, in: Zeitschrift für vergleichende Rechtswissenschaft 67, 1965,  45–100; Gregory Schopen, The Buddha as an Owner of Property and Permanent Resident in Medieval Indian Monasteries, in: Journal of Indian Philosophy 18, 1990,181–217; David Fink, The Corporate Status of Hekdesh in Early Sefardic Responsa, in: Jewish Law Association Studies 1, 1985,17–24.

[11] Borgolte (Hrsg.), Stiftungen in Christentum, Judentum und Islam vor der Moderne (wie Anm. 3), passim; vgl. auch Johannes Pahlitzsch, The Concern for Spiritual Salvation and Memoria in Islamic Public Endowments in Jerusalem (XII-XVI C.) as Compared to the Concepts of Christendom, in: U. Vermeulen u. a. (Hrsg.), Egypt and Syria in the Fatimid, Ayyubid and Mamluk Eras, T. III. Leuven 2001, 329–344.

[12] Vgl. Hermann Kamp, Memoria und Selbstdarstellung. Die Stiftungen des burgundischen Kanzlers Rolin. Sigmaringen 1993; Birgitt Hoffmann, Waqf im mongolischen Iran. Rašīduddīns Sorge um Nachruhm und Seelenheil. Stuttgart 2000.

[13] Zur Wohltätigkeit, hier nur für das Judentum und Byzanz, z. B.: Mark R. Cohen, Poverty and Charity in the Jewish Community of Medieval Egypt. Princeton 2005; Madeleine Kochen, “It was for naught that they called it ‘hekdesh’”. Divine ownership and the medieval charitable foundation, in: Jewish Law Association Studies 18, 2008,13–142; Judah D. Galinsky, Jewish Charitable Bequests and the Hekdesh Trust in Thirteenth-Century Spain, in: The Journal of Interdisciplinary History 35,3, 2005, 423–440 – Timothy Miller, Charitable Institutions, in: Elizabeth Jeffreys / John Haldon / Robin Cormack (Hrsg.), The Oxford Handbook of Byzantine Studies. Oxford 2008,621–629, mit Lit. – Zur Förderung von Wissenschaft: Frank Rexroth, Deutsche Universitätsstiftungen von Prag bis Köln. Die Intentionen des Stifters und die Wege und Chancen ihrer Verwirklichung im spätmittelalterlichen deutschen Territorialstaat. Köln / Weimar / Wien 1992; Wolfgang Eric Wagner, Universitätsstift und Kollegium in Prag, Wien und Heidelberg. Eine vergleichende Untersuchung spätmittelalterlicher Stiftungen im Spannungsfeld von Herrschaft und Genossenschaft. (Europa im Mittelalter, Bd. 2.) Berlin 1999; interkulturell vergleichend: Tim Geelhaar, Stiftungszweck Bildung? Die mittelalterlichen Pariser Universitätskollegien im interkulturellen Vergleich mit der islamischen Madrasa, in: Jonas Flöter / Christian Ritzi (Hrsg.), Bildungsmäzenatentum. Privates Handeln – Bürgertum – kulturelle Kompetenz seit der Frühen Neuzeit. Köln / Weimar / Wien 2007, 39–-72; Michael Borgolte, Universität und Intellektueller. Erfindungen des Mittelalters unter dem Einfluss des Islam? In: Jahrbuch für Universitätsgeschichte 11, 2008, 91–109; Borgolte, Stiftung und Wissenschaft (wie Anm. 2).

[14] Vgl. Frank Adloff / Andrea Velez, Operative Stiftungen. Eine sozialwissenschaftliche Untersuchung zu ihrer Praxis und ihrem Selbstverständnis. [Berlin] 2001; Rupert Graf Strachwitz, Operative und fördernde Stiftungen. Anmerkungen zur Typologie, in: Bertelsmann Stiftung (Hrsg.), Handbuch Stiftungen. Ziele – Projekte – Management – Rechtliche Gestaltung. Wiesbaden 1998, 673–698; Bertelsmann Stiftung (Hrsg.): Operative Stiftungsarbeit. Strategien, Instrumente, Perspektiven. Gütersloh 1997; Helmut K. Anheier, Foundations in Europe. A Comparative Perspective, in: Andreas Schlüter / Volker Then / Peter Walkenhorst (Hrsg.), Foundations in Europe. Society, Management and Law. London 2001, 35–81.

[15] Michael Borgolte (Hrsg.), Stiftungen und Stiftungswirklichkeiten. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart. (StiftungsGeschichte, Bd. 1.) Berlin 2000; Benjamin Scheller, Memoria an der Zeitenwende. Die Stiftungen Jakob Fuggers des Reichen vor und während der Reformation (ca. 1505-1555). (StiftungsGeschichten, Bd. 3.) Berlin 2004; Tillmann Lohse, Die Dauer der Stiftung. Eine diachronisch vergleichende Geschichte des weltlichen Kollegiatstifts St. Simon und Judas in Goslar. (StiftungsGeschichten, Bd. 7.) 2011; Claudia Moddelmog, Königliche Stiftungen des Mittelalters im historischen Wandel. Quedlinburg und Speyer, Königsfelden, Wiener Neustadt und Andernach. (StiftungsGeschichten, Bd. 8.) Berlin 2012.

[16] Marcel Mauss, Essai sur le don. Paris 1950; dt.: Die Gabe. Form und Funktion des Austauschs in archaischen Gesellschaften. Frankfurt am Main ³1984, 17f., 90, 176. – Dazu in jüngerer Zeit: Gadi Algazi / Valentin Groebner / Bernhard Jussen (Hrsg.), Negotiating the Gift. Pre-Modern Figures of Exchange. Göttingen 2003.

[17] John Thomas, Exkurs: The Charanis Thesis Revisited, in: Geelhaar / Thomas (Hg.), Stiftung und Staat im Mittelalter (wie Anm. 4),57–68; Cynthia Talbot, Precolonial India in Practice. Society, Region, and Identity in Medieval Andhra. Oxford 2001; R. Champakalakshmi, Trade, Ideology and Urbanization. South India 300 BC to AD 1300. Oxford 1996; Swapna Bhattacharya, Landschenkungen und staatliche Entwicklung im frühmittelalterlichen Bengalen (5. bis 13. Jh. n. Chr.) Wiesbaden 1985; Hermann Kulke, Jagannātha-Kult und Gajapati-Königtum. Ein Beitrag zur Geschichte religiöser Legitimation hinduistischer Herrscher. Wiesbaden 1979; Miriam Hoexter, Waqf Studies in the Twentieth Century. The State of Art, in: Journal of the Economic and Social History of the Orient 41, 1998, 474–495; Birgitt Hoffmann, Die islamischen „frommen Stiftungen“ und Probleme ihrer Erforschung in Iran, in: Forschungsforum. Berichte aus der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Heft 2, 1990, 117–122; Suraiya Faroqhi, Pious Foundations in the Ottoman Society of Anatolia and Rumelia. A Report on Current Research, in: Borgolte (Hrsg.), Stiftungen in Christentum, Judentum und Islam vor der Moderne (wie Anm. 3), 223–256.