Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Geschichtswissenschaften

Prof. Dr. Michael Menzel

Menzel.jpegDie Professur für „Mittelalterliche Geschichte und Landesgeschichte“ war eine im Jahr 2003 in Zusammenarbeit mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften eingerichtete Akademieprofessur. Hinter ihr steht die Idee, die universitäre Lehre eng mit den Forschungsprojekten der Akademien zu verbinden, um so den Kern des Humboldtschen Konzeptes in Formen des 21. Jahrhunderts umzusetzten.
Michael Menzel hatte diese Professur bis zu seinem Ruhestand am 31.03.2022 inne.

Link zur Lehrstuhlseite (nur intern)

Curriculum Vitae

Michael Menzel studierte von 1976 bis 1984 Geschichte und Philosophie an der Universität Göttingen. Dort wurde er 1983 promoviert mit einer von Hans Patze angeregten Arbeit über die Sächsische Weltchronik. Von 1985 bis 1989 hatte er ein Habilitationsstipendium der Görres-Gesellschaft und der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Menzel war von 1990 bis 2003 wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Kommission für die Neubearbeitung der Regesta Imperii der Akademie der Wissenschaften und der Literatur auf einer Außenstelle in München zur Bearbeitung der „Regesten Kaiser Ludwigs des Bayern“. Seine Habilitation erfolgte 1996 in München mit der Arbeit Predigt und Geschichte. Historische Exempel in der geistlichen Rhetorik des Mittelalters. Seit 2003 lehrt Menzel als Professor für Mittelalterliche Geschichte und Landesgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Menzel ist als Nachfolger von Eckhard Müller-Mertens Leiter der Berliner Arbeitsstelle der Monumenta Germaniae Historica (MGH). Seit 2012 ist er ordentliches Mitglied der Zentraldirektion der MGH. Prof. Menzel bearbeitet die Regesten Ludwigs des Bayern. Er ist der Verfasser des Bandes über das späte 13. und das frühe 14. Jahrhundert der neuesten Ausgabe des klassischen Lehrbuchs der deutschen Geschichte, des „Gebhardt“. Damit liegt erstmals seit etwa dreißig Jahren die Geschichte in der Zeit von Rudolf von Habsburg bis zu Ludwig dem Bayern zusammenhängend vor. Menzel stellte eine „Freude am Konzipieren“ und „ein Versiegen des Elans“ seit Mitte des 14. Jahrhunderts fest, weshalb er diese Zeit als „ein Torso von sieben Jahrzehnten“ charakterisiert.