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Humboldt-Universität zu Berlin - Geschichte Osteuropas

Maria Birger

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Maria Birger
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Kurzvita | Forschung Publikationen Mitgliedschaften

 

 Kurzvita

2003-2011 Lehramtsstudium an der Universität zu Köln: Geschichte, Slawistik, Pädagogik/Philosophie
Examensarbeit: „Gruppenbild mit Lew Kopelew. Die Bedeutung des russischen Dissidenten für die bundesdeutsche Öffentlichkeit“
2007-2011 Studentische Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere Geschichte (Universität Köln), Prof. Dr. M. Szöllösi-Janze und für PD Dr. S. Derix im Projekt „Unternehmerfamilie Thyssen im 20. Jahrhundert“ (2009-2010)
04-07
/2011
Praktikum bei der Heinrich-Böll-Stiftung im Länderbüro Russland
seit 2012 Promotionsprojekt „West-Östliche Erfolgsgeschichten?“ am Lehrstuhl für die Geschichte Osteuropas der Humboldt-Universität, Prof. Dr. Baberowski; Mitbetreuung durch Prof. Dr. C. von Hodenberg (Queen Mary University/London)
seit 2015 Stipendium bei der Heinrich-Böll-Stiftung

 Forschung

Dissertation/Forschungsprojekt: "West-östliche Erfolgsgeschichten? Vernetzung und öffentliche Inszenierung von westlichen Journalisten, Intellektuellen, Politikern und sowjetischen Dissidenten (1960-1980)"

Obwohl die russischen Dissidenten innerhalb der Sowjetunion kaum öffentliches Gewicht hatten, verfügten sie über Kanäle, um sich im Westen Gehör zu verschaffen. Dissidenten wie Lew Kopelew, Andrej Sacharow und andere standen über mehrere Jahrzehnte mit deutschen Intellektuellen wie Heinrich Böll, Diplomaten wie Andreas Meyer-Landrut und vor allem  Journalisten wie Fritz Pleitgen in Kontakt. Manchmal ging es in der Kommunikation um Angelegenheiten von Leben und Tod, manchmal um Bitten nach öffentlichkeitswirksamen Hilfeleistungen. Es wurde auch gefeiert und gestritten. Medikamente, Briefe, Parfüm und Schokolade wanderten in die Sowjetunion; Kunstgegenstände, Artikel und Briefe fanden ihren Weg aus der Sowjetunion in den Westen.

Ziel des Promotionsprojekts ist es zum einen, die transnationalen Netzwerke zwischen den Akteuren sowie die dort verhandelten Themen zu rekonstruieren und die Verschiebungen innerhalb der Beziehungen zwischen Dissidenten, westlichen Journalisten und Intellektuellen herauszuarbeiten. Zum anderen geht es um die öffentliche Informationspolitik in den Leitmedien der Bundesrepublik. Beide Ansätze ergänzen einander: Erst die Einbettung der transnationalen Netzwerke in ihren politisch-kulturellen Kontext ermöglicht die Analyse der Beschaffung und Auswahl der in den Medien zwischen 1961 und 1990 veröffentlichten Inhalte und die damit verbundenen Karrieren von Journalisten und Dissidenten.
 

Publikationen

Maria Birger (Hrsg.), Boris Birger. Spuren des Lichts, Berlin 2008.

Maria Birger, Am offenen Fenster: Moskau – Sergiev Posad, in: Versa. Zeitschrift für Politik und Kunst Nr.7 (2007), S. 38-41.

Мария Биргер, Лев Копелев и Западная Германия в 1970-е годы. Альманах германской истории. Вып. 1: К 100-летию со дня рождения Льва Копелева. Индустриальное общество в Германии и его развитие. Немцы и „Ведомство“. Москва 2013, c. 111-120.

Мария Биргер, „За многие годы вы для меня самый близкий художник…": Письма Н.Я. Мандельштам Б.Г. Биргеру, in: Павел Нерлер (Hrsg.) „Посмотрим кто кого переупрямит…“ Надежда Яковлевна Мандельштам в письмах, воспоминаниях свидетельствах, Москва 2015.


 

Tagungen/ Vorträge

11/2013 Organisation und Moderation „Russland zwischen Konsens und Krise. Mit Mischa Gabowitsch und Grigory Okhotin“ im Lew Kopelew Forum, Köln
10/2013 Vorstellung des Dissertationsprojektes im Kolloquium des Lehrstuhls für Osteuropäischen Geschichte der Humboldt-Universität
05/2013  Moderation „Die aktuelle Rechtsentwicklung in Russland’, mit Anton Burkov und Prof. C. von Gall, Lew Kopelew Forum, Köln 
06/2012 Referentin beim Symposium „Literatur und Dissens in der Sowjetunion“ (18./19.6.2012 in Berlin in der Heinrich Böll Stiftung); Vortrag zu Künstlern im Kreise der sowjetischen Dissidenten (1960-1980)
07/2011 Referentin beim Fachgespräch „30 Jahre Arbeit am Europäischen Haus“ in der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin
05/2008 Organisation und Kuration der Ausstellung „Spuren des Lichts“ des russischen Malers Boris Birger im ARD Hauptstadtstudio in Berlin. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband und der Heinrich-Böll-Stiftung

 

Mitgliedschaften

Lew-Kopelew-Forum (Köln)