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Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Geschichtswissenschaften

Geschichte des Instituts

Bereits in der Frühzeit der 1810 gegründeten Berliner Universität zählte die Geschichtswissenschaft zu den prominent besetzten Fachgebieten mit Vertretern wie Barthold Georg Niebuhr, Leopold von Ranke und Johann Gustav Droysen, später dann den politischen Antipoden Heinrich von Treitschke und Theodor Mommsen.

Ein eigenständiges Historisches Seminar wurde erst 1885 errichtet, doch pflegte Ranke bereits seit 1824 seminaristische Quellenübungen. Nach einer wechselvollen Geschichte bestand vor der Wende 1989/90 eine Sektion für Geschichtswissenschaft, welche neben fünf weiteren ideologisch besonders belasteten Fächern „abgewickelt“ wurde. Eine Struktur- und Berufungskommission unter Vorsitz von Gerhard A. Ritter entwickelte 1991/92 einen dann allerdings nicht vollständig umgesetzten Plan, mit fünf epochal besetzten „Eckprofessuren“ sowie zehn „Profilprofessuren“ mit regionalen bzw. methodischen Schwerpunkten, ferner mit dann nicht mehr realisierten Professuren für Nord-, Südamerika und Fachinformatik.

 

Heute ist das Institut für Geschichtswissenschaften der HU eines der größten und vielfältigsten in Deutschland. Hier arbeiten derzeit etwa 20 Professorinnen und Professoren und etwa 80 Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ca. 1.500 Studierenden im Hauptfach.

Einer der prominentesten frühen Vertreter der Geschichtswissenschaften in Berlin: Johann Gustav Droysen.

Der Vielfältigkeit des Instituts entspricht die intensive internationale Ausrichtung. Das Institut unterhält mit 36 außerdeutschen Universitäten in 15 Ländern Erasmus-Kooperationsverträge, und pro Jahr kommen etwa 50 Studierende aus dem Ausland, um bei uns zu studieren oder zu forschen; etwa 25 HU-Studierende zieht es zum Aufenthalt an eine ausländische Partneruniversität. Auslandsaufenthalte sind bei uns ausdrücklich erwünscht. Ein für die nächste Zukunft geplanter internationaler Master der europäischen Hauptstadtuniversitäten (UNICA) soll die Studierenden noch stärker international qualifizieren.

Dozentenaustausch-Programme wie etwa mit der Universität Bologna bringen intensive Kooperationen mit einzelnen Universitäten, zahlreiche ausländische Wissenschaftler sind an unserem Institut regelmäßig zu Gast, forschen und lehren. Wir laden Sie ein, sich ein Bild zu machen.

Heutiger Sitz des IfG. Das "Quartier Stadtmitte" an der Friedrichstaße 191-193. Foto: Oxana Schmies